Badenfahrt
Schere-Stein-Papier: White Cobra und Zürcher Kilian liefern sich ein spannendes Finale

Kilian Beck entscheidet an der Badenfahrt die 3. offizielle Europameisterschaft im Schere-Stein-Papier für sich.

Martin Rupf
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Schere (rechts) schlägt Papier. Während des Wettkampfs blieb jeweils nicht viel Zeit für Taktieren.

Schere (rechts) schlägt Papier. Während des Wettkampfs blieb jeweils nicht viel Zeit für Taktieren.

Alex Spichale

Die Stimmung in der Hafenkneipe Herr Schmidt erinnerte ein wenig an einen Boxkampf. Eine Mischung aus Nervosität und Vorfreude lag in der Luft. Zur dritten offiziellen Europameisterschaft im Schere-Stein-Papier hatten sich 70 Spieler eingefunden. Darunter auch White Cobra alias Roberte Quarella und der Titelverteidiger
Kanuclub Nussbaumen, der mit Philipp Fischer seinen besten Mann ins Rennen schickte.

Und so gestaltete sich der Turnierverlauf: Per Ko-System wurde ein Publikums-Sieger ermittelt Nach mehreren spannenden Fights setzte sich Kilian Beck aus Zürich durch. Danach stellte sich nur noch die Frage, gegen wen er im grossen Final anzutreten hat.

Klatsche für den Titelverteidiger

Becks Finalgegner wurde im Kampf der Teutonen zwischen White Cobra und Kanuclub Nussbaumen ermittelt. Zweimal hatte der Kanuclub Nussbaumen White Cobra im Final schon dominiert. Stellte sich also die Frage, ob White Cobra in der Lage ist, das Blatt zu wenden. War er nicht: Zwar unterlag er denkbar knapp mit 4:5, doch Niederlage ist Niederlage.

Somit war alles bereit für den grossen Final zwischen Kilian Beck und dem Kanuclub Nussbaumen. Wer auf eine spannende Affiche gehofft hatte, sah sich leider bitter getäuscht. Der Zürcher Gast lies dem Titelverteidiger nicht den Hauch einer Chance und fertigte diesen gleich mit 5:1 ab.

Als Preis erhielt er einen Restaurant-Gutschein und das goldene Ahornblatt. Doch der Sieg ist auch mit Pflichten verbunden. So liegt es jetzt an Kilian Beck, die nächste offizielle Europameisterschaft durchzuführen. Diese wird aller Voraussicht also in Zürich stattfinden. Spätestens dann bietet sich wieder die Gelegenheit, die begehrte Trophäe in den Aargau zu holen. White Cobra zog derweil trotz verpasstem Finaleinzug ein positives Fazit: «Der Anlass kam gut an. Schön waren auch Kinder hier.»