Anklage

Schiesserei und wilde Verfolgungsjagd am Baregg: Es ging um Geld

So lautet die Anklage gegen Baregg-Schützen

So lautet die Anklage gegen Baregg-Schützen

Im März 2016 schoss ein Kosovare auf das Auto eines Landsmannes, das danach komplett ausbrannte. Nun ist die Anklage gegen den Schützen bekannt.

Zwei Kosovaren schossen auf ihren Landsmann und verfolgten ihn auf der Autobahn, bis dessen Wagen vor dem Baregg-Tunnel in Flammen aufging. Nun liegt die Anklageschrift vor.

Die Szene könnte aus einem Gangster-Film stammen: In Spreitenbach feuert ein Mann mehrere Schüsse auf ein Auto ab. Der Fahrer drückt aufs Gas, ergreift die Flucht. Der Schütze nimmt gemeinsam mit seinem Bruder die Verfolgung auf. Vor dem Baregg-Tunnel verliert das flüchtende Fahrzeug an Tempo. Als der Mercedes in Flammen aufgeht, setzt der Mann die Flucht zu Fuss fort.

So geschehen im März 2016. Mittlerweile liegt die Anklageschrift gegen die Beteiligten vor. Diese liefert auch einen Hinweis darauf, was der Auslöser für den Streit war. «Das Motiv ist nicht eindeutig klar», sagt Aargauer Staatsanwaltssprecherin Elisabeth Strebel gegenüber Tele M1. «Wir wissen aber, dass es finanzielle Differenzen gab.»

Actionfilm-Szenen auf A1

Actionfilm-Szenen auf A1 (12.3.2016)

Nun liegt die Anklageschrift in diesem sonderbaren Fall vor. Sowohl Verfolger wie auch der Verfolgte stammen aus dem Kosovo. Gegenüber der Polizei machten sie unterschiedliche Aussagen über die Vorfälle in jener Nacht. Gewisse Zweifel bestehen auch gegenüber den Angaben des Opfer. «Die Schussabgabe ist unbestritten», so Elisabeth Strebel. «Nicht ganz klar ist der Tatablauf.»

Ausser Frage steht, dass der heute 44-jährige Kosovare geschossen hat und sein Bruder am Steuer sass. Die Staatsanwalt fordert für den Schützen 9 Jahre, für seinen Fahrer 6 Jahre Gefängnis. (cze)

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