Baden
Schlammschlacht in der Grube und ein Bauführer an Krücken

Dass es rundläuft auf der Baustelle, liegt nicht zuletzt in den Händen von Petrus und von zwei Personen: Marcel Voser und Otmar Burchia.

Roman Huber
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«Im vergangenen Jahr hatten wir noch bautechnische Herausforderungen, dieses Jahr nur wettertechnische.» Marcel Voser Gesamtprojektleiter (li.) Otmar Burchia Bauführer Unternehmerseite.

«Im vergangenen Jahr hatten wir noch bautechnische Herausforderungen, dieses Jahr nur wettertechnische.» Marcel Voser Gesamtprojektleiter (li.) Otmar Burchia Bauführer Unternehmerseite.

Sandra Ardizzone

Seit einem Jahr dreht sich bei ihnen der Alltag nur noch um den Schulhausplatz: Marcel Voser ist Gesamtprojektleiter seitens des Kantons, Otmar Burchia Bauführer auf Unternehmerseite (Arge Granella AG und Strabag AG). Trotz einigen Hindernissen und Rückschlägen sind sie mit dem Baufortschritt zufrieden. Auch die Baustellenunfälle hielten sich in kleinem Rahmen. Einer der Betroffenen ist Burchia, der sechs Wochen lang an den Stöcken in der Baugrube umher humpelte.

Herr Voser, wie fällt der Rückblick nach einem Jahr Bauzeit aus?

Marcel Voser: Positiv! Die umfangreichen Bauarbeiten und die Anpassungen der Verkehrsführung sind gut angelaufen. An der Arbeit ist ein lösungsorientiertes Team mit grosser Motivation.

Was war besonders eindrücklich?

Aus Sicht des Bauingenieurs war es der alte Stadtbach im Baufeld Bezirksgebäude. Denkt man zurück, wie dieser einst erstellt wurde. Aus Sicht des Gesamtprojektleiters das grosse Interesse an der Baustelle von unterschiedlichen Gruppen, Vereinen, Privaten und Behörden; auch wie die Arbeiten von den Abschrankungen aus verfolgt werden.

Was war die grösste Knacknuss?

Die Baugrubenarbeiten mit den aufwendigen Sicherungsmassnahmen.

Was lief gut? Wo harzte es?

Als harzig können die umfangreichen Werkleitungsarbeiten in der Mellingerstrasse bezeichnet werden. Als besonders gut die Arbeiten im Baufeld Falken und die Arbeiten im Baufeld Bezirksgebäude.

Was ist die nächste Herausforderung?

Das sind die Arbeiten im Bereich der heutigen Tunnelgarage.

Sie liegen im Fahrplan. Auch betreffend des Kostenrahmens?

Nach heutigem Stand: Ja. Wir befinden uns zurzeit in einer negativen Teuerung, die sich auf den Gesamtkredit auswirkt.

Herr Burchia. Wie haben Sie und ihre Crew die Baustelle erlebt?

Otmar Burchia: Als sehr spannend, denn wir erleben hier wirklich sämtliche Arbeitsgattungen des Tiefbaus, und das auf sehr engem Raum. Der Allrounder kommt hier voll zum Zuge.

Also die Baustelle selber als Highlight?

Richtig – nebst dem Fund der Mörserkugel (1. Aprilscherz in dieser Zeitung)

Und das Wetter?

Im vergangenen Jahr hatten wir noch bautechnische Herausforderungen, dieses Jahr nur wettertechnische. Gerade nach der vorgestrigen Nacht hatten die Arbeiter in der Baugrube beim Falken erneut eine Schlammschlacht zu bestreiten. Beim Baufeld Kiste hatten wir letztes Kies, hier sind es Kalkschichten.