Schlieren

Schlieremer Stadtrat will für Muslime ein eigenes Grabfeld schaffen

In Schlieren soll ein Grabfeld für Muslime errichtet werden, so wie es in Witikon bereits besteht.

In Schlieren soll ein Grabfeld für Muslime errichtet werden, so wie es in Witikon bereits besteht.

Jahrelang wurde das Thema im Limmattal diskutiert: Sollen Muslime ein eigenes Grabfeld erhalten? Der Schlieremer Stadtrat findet ja. 2014 könnte der Traum vieler Schlieremer Muslime Realität werden.

Der Stadtrat will den Schlieremer Muslimen ab 2014 ein eigenes Grabfeld zur Verfügung stellen. Nach Zürich und Winterthur wäre Schlieren damit die dritte Gemeinde.

«Wir wollen, dass Muslime, die in Schlieren ihre Heimat gefunden haben, auch hier ihre letzte Ruhe finden können», sagt Stadtrat Markus Bärtschiger (SP) auf Anfrage. Angehörige aller Religionen hätten Anrecht auf ein angemessenes Begräbnis. Da es sich um einen staatlichen Friedhof handle, sei angezeigt, die nötige Infrastruktur dafür zu schaffen, so Bärtschiger weiter.

Das Schlieremer Grabfeld im nördlichen, älteren Teil des bestehenden Friedhofs an der Urdorferstrasse soll für 110 Gräber Platz bieten. Das Grabfeld lasse sich mit relativ wenig Aufwand errichten und bedürfe deshalb wohl kenes bewilligungspflichtigen Kredits, erklärt Bärtschiger. Über das Projekt wird erst noch das Parlament zu befinden haben.

Dies geschieht im Rahmen einer Modernisierung des Friedhof- und Bestattungswesens. Die überarbeitete Verordnung lässt neue Materialien und Methoden zur Gestaltung von Grabstätten zu. Zudem regelt sie neu die Möglichkeit einer Baumbestattung. Bei einer Baumbestattung wird die Asche eines Verstorbenen in das Wurzelwerk eines Baumes eingebracht.

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