Wettingen
Schlittschuhfahren im Tägi: «Das Eis ist fast so gut wie in Davos»

Das schöne Wetter lockt viele Kinder und Erwachsene ins Tägi in Wettingen. Sie hatten viel Spass, aber es gab auch Tränchen – denn ein Sturz aufs Eis kann weh tun.

Stefanie Suter
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Es herrscht viel Betrieb im Tägi in Wettingen.

Es herrscht viel Betrieb im Tägi in Wettingen.

«Es ist herrlich auf dem Eis», sagt einer der Schlittschuhläufer strahlend, «fast so gut wie in Davos.» Die Bedingungen für die beiden Eisfelder im Tägi in Wettingen sind perfekt, wie es an der Kasse heisst: Die Sonnenstrahlen treffen nicht direkt auf die beiden Eisfelder, da die Sonne zu dieser Jahreszeit nicht so hoch am Himmel steht.

Gleichzeitig sorgt sie für angenehme Temperaturen. Dies lockt viele Menschen ins Tägi – fast zu viele, wie ein paar Schlittschuhläufer meinen. Die Kollisionsgefahr sei dadurch grösser.

Viele Kinder sind mit ihren Eltern am Schlittschuhlaufen. Einige vollführen Pirouetten oder gleiten rückwärts über das Eisfeld. Die Kleineren sind mit einem Eisbären unterwegs – eine Art Fahrhilfe, an der man sich festhalten kann. Anfänger, die ohne eine solche Unterstützung unterwegs sind, halten sich an der Bande fest.

Ab und an sind Schluchzer zu hören, wenn der Sturz auf das Eis zu sehr schmerzt. Aber nach einigen Minuten Tränenvergiessen stehen auch die mutigen Anfänger wieder auf und fahren weiter.

Auf dem Eisfeld neben an sind die Jungs am Eishockey spielen – das Aufeinanderschlagen der Holzschläger ist kaum zu überhören.

Ein Schlittschuhläufer verlässt das Feld und sagt schmunzelnd: «Ich war eine Stunde auf dem Eis – jetzt gehe ich noch Schwimmen im Hallenbad.»

Dorina (8), Baden «Mit drei Jahren habe ich angefangen mit Schlittschuhlaufen. Die Pirouette gelingt mir gut, das Rückwärtsfahren muss ich noch üben.»
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Flaka (12) und Sara (12), Neuenhof «Als wir kleine Kinder waren, gingen wir oft gemeinsam Schlittschuh laufen. Auch heute noch sind wir einmal pro Woche hier. Das Schwierigste ist das Bremsen und das Eisfeld zu verlassen, ohne auszurutschen.»
Nicole Zehnder (39) Würenlos, mit Janis (5) «Mit zwei Jahren hat mein Sohn Janis angefangen, Schlittschuh zu laufen. Seine ältere Schwester wollte aufs Eisfeld – deshalb musste auch er seine Schlittschuhkarriere starten. Es macht ihm richtig Spass.»
Malin (9), Wettingen «In dieser Saison bin ich das erste Mal hier. Man muss gut aufpassen, dass man nicht ausrutscht. Es tut weh, wenn man auf das Eis fällt.»
Matteo (10), Nussbaumen «Obwohl die Busfahrt eine halbe Stunde dauert, komme ich zweimal im Monat ins Tägi, um mit meinem Bruder Eishockey zu spielen. Ich bin auch Unihockeyaner beim UHC Untersiggenthal.»
Costa Ester (rechts), 38, Wettingen, mit ihren Kindern «Meine Tochter – sie wohnt in Brasilien – verbringt ihre Ferien in der Schweiz. Wir gingen spazieren, da dachte ich, wir könnten doch aufs Eis. Letztes Jahr gingen wir auch schon Schlittschuh laufen – sie liebt es.»
Hans Scherer (68), Nussbaumen, mit Julia (8) «Das Eis ist in einem sehr guten Zustand – auf jeden Fall für die Bedürfnisse von meinem Grosskind Julia und mir.»
Zoran Dekic (45), Nussbaumen «Eine meiner drei Töchter hatte am 5. Januar Geburtstag. Mit ihren Freundinnen von der Schule und aus der Nachbarschaft feiert sie heute auf dem Eis.»

Dorina (8), Baden «Mit drei Jahren habe ich angefangen mit Schlittschuhlaufen. Die Pirouette gelingt mir gut, das Rückwärtsfahren muss ich noch üben.»

Stefanie Suter