Als Pfarrer Peter Daniels vor einigen Tagen die Kirche betrat, traute er seinen Augen kaum. «Das Erdgeschoss war nass, von der Empore her floss Wasser die Treppe herunter. Ich bin sehr erschrocken.»

Kirchenpflegepräsident Daniel Ric erzählt: «Es hat nicht nur getropft. Wie eine Fontäne spritzte das Wasser aus der Wand heraus.» Bis ins Untergeschoss lief das Wasser – dort befinden sich die Aufenthaltsräume der Jungwacht. Rund fünf Zentimeter tief standen die Zimmer unter Wasser. «Leider wurde dabei viel Material beschädigt.»

Das Material hat sich verbogen

Die Ursache für den Wasserschaden war die lang andauernde Kälte, vermutet Paul Killer, Bauverantwortlicher in der Kirchenpflege. «Erst war es tagelang eiskalt mit Temperaturen bis zu minus 16 Grad. Als es danach wärmer wurde, hat sich das Material auf dem Kirchenvordach verbogen.»

Die dicke Schnee- und Eisschicht schmolz, und das Wasser drang durch eine Spalte in die Kirche. Daniel Ric vermutet, dass sich allein der Schaden des Daches auf rund 30000 Franken beläuft. Dazu kämen Schäden im Kircheninneren.

Daniel Ric, Kirchenpflegepräsident Turgi informiert über den Schadensfall an der Kirche

Daniel Ric, Kirchenpflegepräsident Turgi informiert über den Schadensfall an der Kirche

«Leider wissen wir noch nicht mit Gewissheit, ob die Versicherung die Kosten übernehmen wird.» Das mache ihm Sorgen. «Für uns als kleine Kirchgemeinde wäre es eine grosse Belastung, wenn wir die Kosten übernehmen müssten.» Das rund 50 Jahre alte Dach wird in den nächsten Tagen renoviert. «Es genügt nicht, einzelne Stellen zu flicken. Wir müssen das gesamte Dach erneuern lassen», sagt Paul Killer.