Einen Baukredit über 28,37 Millionen Franken genehmigte die Gemeindeversammlung für die Erneuerung und Erweiterung der Schulbauten. Mit den Renovationen des «Alten Schulhauses» wurde diesen Monat begonnen.

Als offiziellen Startschuss in die Bauzeit führte gestern eine Klasse vor der Baustelle einen Schneckenrap auf und forderten Anwesende und Behörden auf, mitzurappen. Der Zaun rund um die Baustelle wurde von den Kindern bemalt. Schnecken mit bunten Häuschen zieren jetzt die Bauabschrankungen und stehen symbolisch für das «Alte Schulhaus». 

Der Platzmangel, bedingt durch die steigenden Schülerzahlen, zeigt, wie wichtig das Projekt ist. «Heute haben wir 40 Klassenzimmer und wir benötigen mindestens zehn weitere», sagt der Schulpflege-Präsident Jürg Amrein.

Die Schule müsse eine moderne Infrastruktur zur Verfügung stellen können, sagt Amrein. «Es muss auch Raum für einen Mittagstisch geben.» Des Weiteren benötige die Schule 25 Gruppenräume. Und wie er betont: Räume für die Tagesstrukturen.

Fusionspläne bremsten das Projekt

Vor gut 10 Jahren hat man in Neuenhof mit der Schulraumplanung begonnen, bis 2018 sollen laut Plan alle Um- und Neubauten abgeschlossen sein. Infolge der Fusionsdiskussion mit Baden wurde das Projekt zuvor etwas hinausgezögert. «Darum nun der ehrgeizige Zeitplan», sagt Amrein. In der Bauzeit muss die Schule dafür etwas zusammenrücken.

Diesen Monat wurde mit dem Ausbruch des alten Schulhauses angefangen. Bis im Sommer 2015 soll das alte Schulhaus wieder bezugsbereit sein. «Es handelt sich um eine sanfte Renovierung», sagt Gemeinderat Hanspeter Benz in seiner kurzen Ansprache.

Im alten Schulhaus werden die Leitungen saniert und die Böden werden gemacht. Daniel Dickenmann, Architekt des Projekts sagt dazu: «Es entsteht eigentlich ein neues «Altes Schulhaus», wir wollen, dass sich die Schüler sowie die Lehrer wohlfühlen.»

Das «Alte Schulhaus» werde grob gesagt, einfach wieder instand gestellt. «Schönes Licht und gute Raumproportionen sind im 1910 erbauten Schulhaus vorhanden», erklärt Dickenmann.

Die erste Aula in Neuenhof

Im Anschluss an die Renovation des alten Schulhauses wird mit der Erweiterung des Schulhaus Schibler und dem Neubau einer Aula begonnen. Bis heute hat die Schule Neuenhof nie eine Aula gehabt. Eine die rund sechs Millionen Franken kosten wird, sollte im Sommer 2017 fertiggestellt sein.

Die Erweiterungen des Schulhaus Schibler sind mit fast acht Millionen Franken der grösste Kostenpunkt. Dicht gefolgt von der Sanierung des bestehenden Gebäudes: Sie wird in etwa gleich teuer werden. «Bis Ende 2017, beziehungsweise Anfang 2018 sollen die Fertigstellungsarbeiten dauern», sagt Dickenmann. Es wird für die Schüler also noch weitere Zäune zum Bemalen geben.