200 Jahre Ennetbaden

«Schöner könnte es kaum sein!»: Dorffest lockt viele Besucher an

Mehrere tausend Besucher haben am Freitagabend «200 Jahre Ennetbaden» gefeiert – trotz leichtem Nieselregen. Die persönliche Note der zahlreichen Beizen und die Konzerte gefielen den Besuchern.

«Liebevoll gestaltet», «entspannte Atmosphäre», «handgemacht und bunt»: Den mehreren tausend Besuchern, die es am Freitagabend nach Ennetbaden zog, gefiel, was das Organisationskomitee sowie die 30 Vereine und Gruppierungen für das viertägige Dorffest auf die Beine gestellt haben. Es ist der Höhepunkt des Jubiläumsjahres, das die 200-jährige Unabhängigkeit von Baden feiert.

Eines der ersten Feierabendbiere schenkte «Herr Schmidt» aus. Schon nach kurzer Zeit waren fast alle Sitzplätze auf den Holzpaletten besetzt. Dem einen oder anderen dürfte die Beiz bekannt vorgekommen sein. Die Hafenkneipe hatte schon vor zwei Jahren an der Badenfahrt die Gäste mit Matjes-Brötchen und Curry-Wurst verwöhnt.

«200 Jahre Ennetbaden»: Eindrücke vom Fest am Freitag

«200 Jahre Ennetbaden»: Eindrücke vom Fest am Freitag

Am Ennetbadner Fest befindet sich die gemütliche Beiz direkt an der Limmat. «Die Atmosphäre und die Aussicht hier sind einfach einmalig», sagte ein Besucher. «Schöner könnte es kaum sein», ergänzte eine Frau und blickte auf den Fluss, wo weiter hinten ein paar Surfer auf der Welle ritten.

Ihr gefalle, dass man den Beizen die persönliche Note ansehe, meinte eine andere Besucherin und biss in eine tibetische Teigtasche. Die Momos sind nur eine der zahlreichen verschiedenen Köstlichkeiten, die es auf dem Festgebiet zu entdecken gibt, das sich vom Parkhausdach über den Postplatz und entlang der Badstrasse bis zum Lindenplatz erstreckt.

So können die Besucher beispielsweise im Tipi-Dome das afrikanische Erdnussgericht Mafé probieren und gleichzeitig die Aussicht auf den Postplatz und die Limmat geniessen. Unter all den spanischen, indischen oder kroatischen Spezialitäten finden die Besucher auch Cervelats, Raclette und Spätzlipfannen.

Während die Festbesucher entlang der Limmatpromenade schon um 19 Uhr ihren Weg durch die Menschenmasse bahnen mussten, hatten jene fünf Besucher, die im Bagno Popolare sassen, etwas mehr Platz. Der leichte Nieselregen machte ihnen nichts aus. «Es ist ja warm hier drin», meinte eine der Badenden.

Etwas lauter war es kurz nach 19.30 Uhr auf der Bühne an der Badstrasse, wo der Aargauer Rapper Benji Bonus für Stimmung sorgte. Am anderen Ende des Festgeländes rockte die «Nachtbrise»-Band auf der Bühne von «the Stage», die ebenfalls schon an der Badenfahrt 2017 dabei war. Die sechs Musiker aus der Schweiz und den USA formierten sich extra für die Country-Beiz.

Bis um 4 Uhr morgens dauerte die Ennetbadner Party, in der «Zuflucht» im Tunnelzwischenraum gar bis 6 Uhr. Die Besucher können sich bis Sonntag bei den 30 Beizen verköstigen und bei drei Bühnen kulturell verwöhnen lassen. Die Konzerte sind alle gratis. Nur die Theateraufführung kostet Eintritt.

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