Fislisbach

Schon wieder Vorwürfe gegen die ehemalige Leiterin des Altersheims

Stephanie Schär leitete 3½ Jahre das Alterszentrum in Fislisbach. zvg

Stephanie Schär leitete 3½ Jahre das Alterszentrum in Fislisbach. zvg

Die ehemalige Leiterin des Alterszentrums Rohrdorferberg-Reusstal, Stephanie Schär, sorgt im Kanton Zug für Schlagzeilen: Wie in Fislisbach soll sie im Pflegezentrum Baar für eine Kündigungswelle verantwortlich sein.

Drei Jahre ist es her, seit die ehemalige Leiterin Stephanie Schär ihren Schreibtisch im Alterszentrum Rohrdorferberg-Reusstal – heute Alterszentrum am Buechberg (AB) – geräumt hat (siehe Box).

Umstritten war ihr Führungsstil, der jetzt laut des Online-Magazins der Zentralschweiz zentral+ auch im Pflegenzentrum Baar (PZB) zu zahlreichen Kündigungen geführt hat. Erstaunlich: Fritz Krähenbühl, Präsident der Trägerschaft AB, der 2010 noch sein Bedauern über den Weggang von Schär geäussert hatte, schlägt bei «zentral+» plötzlich einen scharfen Ton an: «Stephanie Schär hat alles auf den Kopf gestellt. Sie war eine Selbstdarstellerin, die es nicht interessierte, wie das Zentrum vorher geleitet wurde, sondern sie drückte einfach ihre Anweisungen durch.» Ihr Führungsstil sei nicht praxisnah gewesen.

Das grosse Schweigen

Nach den heftigen Unruhen im Alterszentrum in Fislisbach stellt sich die Frage, weshalb Schär vom damaligen Vorstand gestützt wurde. Doch darüber schweigt Krähenbühl. Er wolle auch keine Stellung zu seinen Äusserungen im Online-Magazin nehmen.

Schär, die sich drei Tage lang Zeit genommen hat, der az zu antworten, schreibt: «Bereits als der Artikel erschienen ist, habe ich mich nicht dazu geäussert; ich werde mich auch weiterhin nicht dazu äussern.»

Fortsetzung einer Geschichte

Sicher ist: «Die 160 Mitarbeitenden des Pflegezentrums Baar brauchen eine dicke Haut», schreibt «zentral+». Schär soll seit der Übernahme des 90-Betten-Zentrums vor zweieinhalb Jahren einen fragwürdigen Führungsstil eingeführt haben: «Wie Insider bestätigen, sollten Workshops, Seminare und externe Coaches der Belegschaft die Unternehmensphilosophie einprägen.»

Der Kontakt zwischen der Geschäftsleitung und dem Personal sei immer seltener geworden. Und: Für Kompromisse in Schärs Diktat bleibe kein Platz. Die Geschichte setzt sich offenbar fort: Genauso wie in Fislisbach wird Schär vom PZB-Stiftungsratspräsidenten getragen. Das Schreiben von 20 Mitarbeitenden habe nichts genützt, schreibt «zentral+».

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