Nach neun Monaten, in denen Schülerinnen und Schüler der Kanti Baden Bücher jedwelcher Form gelesen haben, findet das Lesejahr diesen Dienstag seinen Abschluss. An der Preisverleihung in der Aula werden die Gewinner des Wettbewerbs gekürt, denen unter anderem eine Reise in den Europa Park, E-Reader und weitere Preise winken.

Zur Erinnerung: Im laufenden Schuljahr 2018/2019 förderte die Kanti Baden unter der Leitung der Mediothek mit dem Wettbewerb «Lesejahr» gezielt das Lesen. Alle Schulangehörigen konnten entweder einzeln oder in Gruppen bis zu fünf Personen teilnehmen. Ziel war es, möglichst viel zu lesen. Es zählten vollständig gelesene Bücher oder E-Books – Literatur und Sachbücher –, die entweder für den Unterricht oder in der Freizeit gelesen wurden. Wer bestimmte Aufgaben erfüllte, erhielt Zusatzpunkte, beispielsweise mit dem Lesen eines Buches in französischer Originalsprache oder einer Graphic Novel. Die Kanti Baden trat dabei in Konkurrenz mit der Kantonsschule Wohlen, die das Projekt im selben Zeitraum durchführte.

Wie die Kanti Baden nun mitteilt, schrieben sich 484 Personen für das «Lesejahr» ein. Das entspricht rund der Hälfte der Schülerschaft. 185 waren Einzelleser, die übrigen nahmen in 71 Gruppen teil. Zum Vergleich: An der Kanti Wohlen schrieben sich 213 Personen ein, 89 davon als Einzelleser, was rund einem Viertel der Schülerschaft entspricht. Während in Baden bisher über 877 000 Seiten gelesen wurden (der beste Einzelleser las 113 Bücher, die beste Gruppe 135), waren es in Wohlen mehr als 530 000 Seiten: Die abschliessenden Lesezahlen werden an der Preisverleihung bekannt gegeben.

Das Projekt haben zwei Mediothekarinnen der Kanti Baden, Nina Santer und Melanie Sigg, in ihrer Arbeitszeit aufgegleist. «Wir wollen, dass die Schüler merken, dass Lesen Freude machen kann. Nach der Primarschule nimmt bei vielen das Interesse ab», sagte Santer anlässlich des Starts des «Lesejahrs» letzten September zur AZ. In der Kanti werde zwar viel gelesen und Literatur habe einen hohen Stellenwert. Doch die Freude fehle beim Lesen häufig. «Dass möglichst viele junge Menschen Bücher lesen, ist extrem wichtig. Gute Literatur ist unabdingbar für die politische Bildung und lässt einen kritisch werden», sagte sie weiter. (az)