Baden
Schüler sammeln Geld für Kinder in Not − Divertimento unterstützt sie dabei

Bei einer Kinderpressekonferenz informiert die Klasse 3b der Tannegg-Schule über den Verkauf von Sonnengläsern für die Sternenwochen.

David Rutschmann
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Die witzig dekorierten Sonnengläser sollen auf dem Wochenmarkt für einen guten Zweck verkauft werden.
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Impressionen von der Kinderpressekonferenz in Baden
Impressionen von der Kinderpressekonferenz in Baden
Impressionen von der Kinderpressekonferenz in Baden
Impressionen von der Kinderpressekonferenz in Baden
Impressionen von der Kinderpressekonferenz in Baden
Impressionen von der Kinderpressekonferenz in Baden
Impressionen von der Kinderpressekonferenz in Baden
Impressionen von der Kinderpressekonferenz in Baden
Impressionen von der Kinderpressekonferenz in Baden
Impressionen von der Kinderpressekonferenz in Baden
Impressionen von der Kinderpressekonferenz in Baden
Impressionen von der Kinderpressekonferenz in Baden

Die witzig dekorierten Sonnengläser sollen auf dem Wochenmarkt für einen guten Zweck verkauft werden.

Sandra Ardizzone

Die Chance, dass ein Journalist wohlwollend über eine Pressekonferenz berichtet, ist bedeutend höher, wenn die Medienmappe mit lächelnden Sternen bemalt ist. Auch die berufsethisch gebotene Zurückhaltung beim Applaus verfliegt bei Medienvertretern, wenn Kinder die Rolle der Pressesprecher übernehmen.

«Wir sind die Klasse 3b und haben schon viel zusammen erlebt», wurden die Medienvertreter, Stadtammann Markus Schneider (CVP) und Stadträtin Ruth Müri (Team) ganz regelkonform bei der Kinderpressekonferenz im Singsaal des Tann­egg-Schulhauses in Baden begrüsst.

Die Klasse beteiligt sich an der Sternenwoche, der jährlichen Vorweihnachtsaktion der Schweizer Unicef «von Kindern für Kinder». Seit 2004 sind durch die Beteiligung von mehr als 100'000 Kindern sieben Millionen Franken zu Gunsten sozialer Unicef-Projekt gespendet worden.

Im Coronajahr steht das Schicksal bedürftiger Kinder noch stärker im Fokus. Unicef schätzt, dass durch die ökonomischen Auswirkungen der Pandemie bis Ende des Jahres 86 Millionen Kinder mehr in Armut leben müssen − eine Steigerung um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Durch Schulschliessungen fehlt vielen Kindern nicht nur Bildung, sondern auch ein tägliches Mittagsmahl. Weiterhin haben drei von zehn Kindern weltweit keinen sicheren Zugang zu sauberem Wasser.

Die 3b aus Baden will sich an der diesjährigen Aktion betei- ligen. Koordiniert werden sie dabei von ihrer Klassenlehrerin Marlen Küng. Am Wochenmarkt am Samstag, 28. November, wollen sie von 8.30 bis 11.30 Uhr mit einem Stand vertreten sein. Dort darf gespendet werden, Kunden dürfen Karten, Papiertaschen und Sonnengläser kaufen.

Die Sonnengläser sind solarbetriebene kleine Lampen, die in Südafrika hergestellt wurden. Weil dort viele ver­heerende Brände durch Petroleum-Lampen und Kerzen entstehen, sind die Sonnengläser eine sichere Lichtquelle. Die Kinder der 3b haben jeweils zwei Sonnengläser selbst gestaltet. So sind bunte kleine Welten in den Sonnengläsern entstanden, die für die Sternenwochen verkauft werden.

Cabaret Divertimento unterstützt Spendenaktion

Das Kabarett-Duo Divertimento, das die Sternenwochen seit vielen Jahren unterstützt und in diesem Rahmen auch schon oft in Baden war, wurde via Video-Plattform Zoom zugeschaltet. Die beiden Komiker mussten sich im Interview mit den Schülern kritischen Fragen stellen.

Etwa: «Wie sind Sie Komiker geworden?» Manuel Burkart antwortete: «Man kommt nicht als Komiker auf die Welt. In eurem Alter wollte ich Gitarrist und Jonny Polizist werden. Wir haben nur irgendwann gemerkt, dass alle Leute bei unseren Präsentationen gelacht haben. Also haben wir uns überlegt, das zum Hobby und dann zum Beruf zu machen.»

Ganz zum Schluss hatte aber auch Mit-Komiker Jonny Fischer noch eine Frage an die Klasse: «Wir haben ja immer ganz viel Lampenfieber vor den Auftritten. Wart ihr denn nervös vor der Pressekonferenz?» Die Kinder der 3b streckten daraufhin fast geschlossen die Hände in die Luft.