Stetten
Schulhaus-Anbau wird teurer

Die Stetter Stimmberechtigten befinden über einen Zusatzkredit von 0,95 Millionen Franken. Der geplante Anbau soll neu zwei- statt nur einstöckig werden. Gemeinderat Stephan Schibli erklärt die Gründe

Carla Stampfli
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Blick auf den geplanten Anbau (rot) von der Schulhausstrasse her. (Visualisierung)

Blick auf den geplanten Anbau (rot) von der Schulhausstrasse her. (Visualisierung)

zvg

Das Schulhaus Egg in Stetten, das 1966 gebaut und 1986 erweitert wurde, muss saniert werden. Dafür hat die Gemeindeversammlung im Sommer 2017 einen Kredit in Höhe von 2,9 Millionen Franken genehmigt. Darin ist auch ein Betrag von 330 000 Franken vorgesehen, mit dem das Gebäude über dem Eingang auf der Nordseite um rund 100 Quadratmeter erweitert werden soll.

An der Gmeind am Dienstagabend beantragt der Gemeinderat nun einen Zusatzkredit in Höhe von rund 0,95 Millionen Franken. Der Grund: Das Schulhaus soll nicht mit einem einstöckigen, sondern mit einem zweigeschossigen, rund 300 Quadratmeter grossen Anbau erweitert werden. «Nebst Schulräumen sollen im neuen Gebäude auch die Tagesstrukturen Platz finden», sagt Gemeinderat und Bauvorsteher Stephan Schibli (FDP).

Als eine Option hatte der Gemeinderat vorgesehen, die Tagesstrukturen in einem Bauernhaus vis-à-vis der Schule unterzubringen. «Dies wäre jedoch mit erheblichen Kosten verbunden gewesen. Das Gebäude ist sanierungsbedürftig», sagt Schibli. Gemeinsam mit dem Generalplanerunternehmen habe man neue Varianten analysiert. «Wir sind zum Schluss gelangt, dass es am kostengünstigsten ist, die Tagesstrukturen in den Anbau zu integrieren.»

Im Erdgeschoss des neuen Anbaus befinden sich die Räume der Tagesstrukturen mit Invaliden-WC, während im ersten Stock ein Gruppenraum, ein Lehrerzimmer und ein Klassenzimmer mit Garderobe Platz findet. Der Anbau soll an der Nordwestseite Richtung Schulhausstrasse zu stehen kommen und ist in Holzelementbauweise geplant.

«Auf Provisorien verzichten»

Doch stösst der Gemeinderat mit dem Zusatzkredit die Stimmberechtigten nicht vor den Kopf? Hat die Gmeind doch bereits einen Kredit bewilligt und soll nun zusätzlich eine knappe Million Franken genehmigen. Gemeinderat Stephan Schibli verneint und betont: «An der Gemeindeversammlung im Winter 2017, als das neue Kinderbetreuungsgesetz angenommen wurde, haben wir die Stimmberechtigten explizit darauf hingewiesen, dass die Räumlichkeiten der Tagesstrukturen noch nicht bestimmt worden und verschiedene Optionen in Prüfung seien.» Der Mehraufwand von rund 0,95 Millionen Franken wird teilweise mit dem Mietzins amortisiert, den die Tagesstrukturen an die Gemeinde für die Räumlichkeiten bezahlen müssen.

«Das Projekt mit dem zweigeschossigen Anbau ist eine optimale Lösung», sagt Schibli. Sie sei kostengünstig und schaffe neuen Platz für die Schule sowie für die Tagesstrukturen. «Zudem können wir so auf teure Container-Provisorien während der Sanierung verzichten.»

Stimmt die Gmeind dem Zusatzkredit zu, wird ein Baugesuch aufgelegt. «Unser Ziel ist, dass der Anbau noch dieses Jahr realisiert werden kann», sagt Schibli. Auf diese Weise könne das Gebäude ab Frühjahr 2019 bezogen werden. Im Anschluss erfolgt die Sanierung des Schulhauses.

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