Bellikon
Schulhaus-Sanierung in wird teurer als geplant

Die Stimmbürger entscheiden sich an der Gemeindeversammlung für eine andere Fassade

Erna Lang-Jonsdottir
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Jetzt kann das bald 40-jährige Schulhaus fertig saniert werden. az/archiv

Jetzt kann das bald 40-jährige Schulhaus fertig saniert werden. az/archiv

Die dritte Etappe der Schulhaus-Sanierung kostet neu 2,59 Millionen Franken – das sind 120000 Franken mehr als geplant. Grund: An der gestrigen Wintergmeind stimmte die Versammlung dem Antrag eines Stimmbürgers zu, bei der Sanierung mehr Geld in die Fassade zu investieren. Anstelle eines Verputzes gibt es eine vorgehängte Fassade (ev. Eternitplatten). Die Stimmberechtigen bewilligten nach langen Diskussionen den von 2,47 Millionen Franken auf 2,59 Millionen Franken erhöhten Verpflichtungskredit. Zurückgewiesen wurde der Antrag, anstelle einer Pelletheizung, die durch eine Solaranlage unterstützt wird, eine alternative Heizung unter dem Aspekt der Lebenserwartung und der Feinstaubbelastung zu prüfen.

Die 94 von 1173 Stimmberechtigten gaben für alle Anträge des Gemeinderats grünes Licht – mit einer Ausnahme: Traktandum 5 – der Verpflichtungskredit von 577500 Franken für die Sanierung und den Ausbau der Küntenerstrasse – wurde kurzfristig von der Traktandenliste gestrichen.

Geplant war, noch vor dem Umbau der Rehaklinik Bellikon die Küntenerstrasse zu sanieren (Aargauer Zeitung vom 20.11.). «In den letzten zwei Wochen gab es Projektänderungen durch das beauftragte Planungsbüro. Mit den revidierten Plänen haben wir keine Erläuterungen und keine Kostenschätzungen erhalten», erklärte Gemeindeammann Hans Peter Kurth. Der Gemeinderat wisse nicht, weshalb diese Änderungen vorgenommen worden seien. «Das ist eine schlechte Grundlage für einen Kreditantrag», sagte Kurth. Der Antrag wird nächsten Sommer traktandiert.

Zu Diskussionen führte Traktandum 6: Auf dem Gelände der Suva Luzern (Parzelle 804) in Bellikon ist in den nächsten Jahren eine Überbauung für die Rehaklinik geplant. In Zusammenhang mit dem Sanierungsprojekt Küntenerstrasse wurde bemerkt, dass die Kanalisationsleitung verlegt werden muss. Unverständnis kam auf, weshalb die Gemeinde dafür bezahlen muss. «Die Leitungen gehören der Gemeinde, wir müssen dafür aufkommen», erklärte Kurth. Der Verpflichtungskredit von 675000 Franken fand letztlich Zustimmung.

Etwas später am Abend wurde das Budget 2013 genehmigt. Der Voranschlag für das Jahr 2013 schliesst mit einem Aufwand von 6,7 Millionen Franken. Es resultiert ein Ertragsüberschuss von 258090 Franken. Die Finanzierung der hohen Investitionen ist mit Mehreinnahmen gesichert. Der Steuerfuss bleibt bei 89 Prozent. Alle Beschlüsse unterliegen dem fakultativen Referendum.

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