Seit frühmorgens um 5 Uhr gilt es für alle Autofahrer ernst: Auf der Schulhausplatz-Kreuzung wird die Auswahl an Fahrtrichtungen für die Automobilisten stark eingeschränkt (siehe Karte oben).

Konkret: Gab es auf den vier zum Schulhausplatz führenden Strassenachsen bislang 12 verschiedene Fahrtrichtungsmöglichkeiten, so sind es ab heute bis Ende 2016 nur noch fünf, ab 2016 sechs. Da muss die eine oder andere Jahrzehnte lange Fahrgewohnheit wohl abgelegt werden, und das bis zum vorgesehenen Bauende im Herbst 2017.

Belastungsprobe nach den Ferien

«Wir werden am Schulhausplatz nun die Lichtsignalanlage stellen», sagt Marcel Voser, Gesamtprojektleiter des Kantons. Danach werde die Verkehrssituation genau beobachtet, damit man die Anlage entsprechend auf die Verkehrsflüsse einstellen kann.

Aufgrund des hohen Bekanntheitsgrades der grössten Strassenbaustelle im Kanton rechnet man damit, dass ein beträchtlicher Teil des Durchgangsverkehrs Baden grossräumig umfahren wird. Das Problem liegt darum eher bei den 85 Prozent hausgemachten Verkehrs.

Die Projektleitung rechnet damit, dass sich die gesamte Verkehrsfrequenz am Schulhausplatz durch das provisorische Verkehrsregime um rund 30 Prozent reduzieren wird.

Die Ferienzeit kommt sehr gelegen, ermöglicht sie es doch, erste Erfahrungen zu machen. Die richtige Belastungsprobe steht dann nach den Sommerferien an, wenn der normale Werktagsverkehr wieder einsetzen wird. «Wir werden dann sehen, wie es zu Spitzenzeiten aussieht», fügt Voser an.

Bis die Spitze fällt: Der Badener Mammutbaum verliert am 29. Juli 2015 Stück für Stück sein Leben.

Bis die Spitze fällt: Am 29.6. macht der Badener Mammutbaum Stück für Stück dem neuen Schulhausplatz Platz.

Weil die Arbeiten für die Neugestaltung während der ganzen Bauzeit viel Platz in Anspruch nehmen, muss man die Anzahl der Fahrspuren reduzieren. Stark eingeschränkt wird der Verkehr über die Hochbrücke.

Wer heute von Wettingen her nach Dättwil fahren will, der weicht über die Autobahn und den Bareggtunnel aus. Wer nur in den Meierhof muss, kann auch den Umweg über Ennetbaden und die Siggenthalerbrücke machen.

Schulhausplatz Baden: Der Spatenstich zum Baustart am 3. Juli 2015.

Schulhausplatz Baden: Der Spatenstich zum Baustart am 3. Juli 2015.

Wettinger am meisten betroffen

Das neue Verkehrsregime im Zentrum von Baden trifft die Wettinger Autofahrer am härtesten. Wer regelmässig oder hin und wieder über die Hochbrücke nach
Baden will, gelangt immerhin noch via Schlossbergtunnel und Bruggerstrasse zu den meisten Innenstadt-Parkhäusern.

Von den drei Achsen Brugger-, Mellinger- oder Neuenhoferstrasse über die Hochbrücke geht hingegen gar nichts mehr – ausgenommen Bus (siehe kleiner Text), Veloverkehr und Fussgänger.

Gewerbetreibende und Anwohner wurden vorgängig über die Einschränkungen orientiert. Die Überraschungen für Verkehrsteilnehmende sollten sich in Grenzen halten. Der Kanton orientiert ausserdem im Internet und auf der Homepage von Baden-Zentrum.

Lesen Sie den Kommentar zum Verkehrsregime im Badener Stadtzentrum hier.

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