Baden
Schulhausplatz-Abstimmung macht Stephan Attiger nicht nervös

Ein harter Abstimmungskampf um den Kredit für die Neugestaltung des Schulhausplatzes ist entbrannt. Heute wollen die Grünen Baden und der VCS Aargau ein Gegenkomitee gründen. Es gehe auch günstiger, so die Parole der Gegner des aktuellen Projektes.

Roman Huber
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«Wir sind nicht nervös», heisst es im Stadthaus, «sondern optimistisch, denn das vorliegende Projekt ist sehr gut ausgearbeitet und trägt den Bedürfnissen aller Rechnung», ergänzt Stadtammann Stephan Attiger. Dennoch macht sich verstärkt Widerstand breit. So gründen heute Dienstag die Grünen Baden und der VCS Aargau ein Gegenkomitee.

«Wir beantworten alle Fragen offen»

Er habe keine Probleme, wenn man sich aus politischen Gründen dagegenstelle, sagt Attiger. Derzeit habe man bei Stadt und Kanton eher Mühe mit «so genannt neuen Ideen» und falschen Behauptungen. «Klar gibt es andere Lösungen, aber sie sind entweder nicht realisierbar oder haben gewichtige Nachteile», sagt Martin Koch, Projektleiter der Stadt. Das vorliegende Projekt berücksichtige die Interessen aller Verkehrsteilnehmer, entspreche den städtebaulichen Zielen und sei finanziell tragbar. «Es ist die beste Lösung, und wir haben in einem fünf Jahre langen Prozess alle möglichen Lösungen geprüft», sagt Koch.

Mit einer Standaktion engagiert sich derzeit Daniel Wind (Mitglied der Grünliberalen in der Begleitkommission) gegen das Projekt. Mit dem Slogan «Es geht besser und günstiger» wirbt er für einen unterirdischen Grosskreisel um das Bezirksgebäude. «Auch dieses Projekt wurde geprüft», winkt Koch ab. Die kritischen Punkte im Projekt seien mehrfach erklärt worden. «Wir beantworten alle Fragen offen», betont Koch. Problematisch sei es aber, wenn trotz der gegebenen Antworten falsche Behauptungen gestreut würden, die das Stimmvolk verunsichern könnten.

«Wir brauchen eine Lösung jetzt und können nicht 20 Jahre warten», sagt Attiger an die Adresse jener, die stattdessen eine grossräumige Umfahrung (Baldeggtunnel) wollen. Ziel sei: Der Verkehr soll verflüssigt, das Zentrum besser erreichbar werden. Es mache aber keinen Sinn, die Kapazität am Schulhausplatz zu erhöhen, wo doch der Engpass bei den Eingangsachsen liege. Der Bus solle staufrei stadtein- und stadtauswärts fahren könne, ist ein weiteres Ziel.

Das vorliegende Projekt ist wichtigster Teil des Gesamtprojekts Baden Zentrum. Bei einem Nein wird der Kanton die «Nur-Sanierung» einleiten; damit entfallen die Bundessubventionen.