Baden
Schulhausplatz-Baustart: "Eine Operation am offenen Herzen"

Der Spatenstich am Schulhausplatz in Baden, der meistbefahrenen Kreuzung im Aargau, ist am Freitag erfolgt. Baudirektor Stephan Attiger verglich die Neugestaltung mit einer Operation am offenen Herzen.

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Täglich fahren rund 46000 Fahrzeuge und über 1400 öffentliche Busse über den Schulhausplatz Baden. Damit ist dieser Knoten eine der am meisten befahrensten Kreuzungen in der Schweiz. In den kommenden rund zweieinhalb Jahren wird der Schulhausplatz saniert und neu gestaltet. Der bewilligte Kredit beträgt 94,7 Millionen Franken.

Am offiziellen Spatenstich verglich Regierungsrat Stephan Attiger, Vorsteher des kantonalen Departements Bau, Verkehr und Umwelt (BVU), die Neugestaltung mit einer Herzoperation: "Der Schulhausplatz ist das pulsierende Verkehrszentrum der Region. Deshalb müssen wir auch während den Bauarbeiten den Verkehr aufrechterhalten". Es gäbe im Kanton Aargau kaum einen Verkehrsknoten mit einer solchen Ausstrahlung und darum sei von den Bauar-beiten die gesamte Region Baden betroffen.

Attiger: Die Neugestaltung sei eine Operation am offenen Herzen.
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Attiger: "Der Schulhausplatz ist das pulsierende Ver-kehrszentrum der Region. Deshalb müssen wir auch während den Bauarbeiten den Verkehr aufrechterhalten".
Badener Stadtammann Geri Müller bei seiner Ansprache.
Müller: Velofahrerinnen, Fussgänger, öffentlicher Verkehr – alle wollen und sollen berücksichtigt werden.
Geri Müller: "Schliesslich reden wir hier nicht nur von einer 'Kreuzung'. Wir reden auch von einem Platz".
Stadtrat Markus Schneider bei seiner Ansprache.
Markus Schneider: "Ich freue mich bereits jetzt auf den Moment, wo wir sagen können: Ziel erreicht."
Baudirektor Stephan Attiger bei seiner Ansprache.
Beim Spatenstich waren viele Interessierte anwesend.
Schulhausplatz Baden: Der Spatenstich zum Baustart.
Mit dem Badener Schulhausplatz wird einer der meist befahrensten Verkehrsknoten in der Schweiz saniert.
Die Schaufeln in Reih und Glied für den Spatenstich.
Eine Schaufel für die Ewigkeit.

Attiger: Die Neugestaltung sei eine Operation am offenen Herzen.

Alex Spichale

Geri Müller: "Gute Lösungen für alle Verkehrsteilnehmer"

Der Badener Stadtammann Geri Müller betonte in seiner Begrüssung, dass es bei der Neugestaltung des Schulhaus-platzes auch darum gegangen sei, für alle Verkehrsteilnehmenden gute Lösungen zu finden. "Velofahrerinnen, Fussgänger, öffentlicher Verkehr – alle wollen und sollen berücksichtigt werden. Schliesslich reden wir hier nicht nur von einer Kreuzung. Wir reden auch von einem Platz".

Für den zuständigen Stadtrat Markus Schneider, Ressortchef Planung und Bau: "Ich freue mich bereits jetzt auf den Moment, wo wir sagen können: Ziel erreicht". Dann seien das Badener Stadtzentrum für alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer zuverlässig und sicher erreichbar, die Fahrzeiten für Busse reduziert, die Verbindungen für den Fuss- und Veloverkehr sicherer und der Stadtraum aufgewertet.

Fünf Bauetappen

Der Schulhausplatz Baden wird in fünf Etappen von Sommer 2015 bis Ende 2017 neu gestaltet. In der ersten Bauetappe von Sommer 2015 bis Anfang 2016 startet das Grossprojekt mit den beiden Baufeldern Kiste und Bezirksgebäude. Zu-dem beginnen die Sanierung des Schlossbergtunnels sowie der Bau des Bustunnels.

Wie man aus der Badener Altstadt rauskommt.
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Wie man in die Altstadt hineinfährt.
Wie man ins Dättwiler Meierhofquartier gelangt.
Von Obersiggenthal und Turgi in die Altstadt.

Wie man aus der Badener Altstadt rauskommt.

HO

Das Zentrum von Baden ist während der Bauzeit jederzeit mit allen Verkehrsmitteln erreichbar. Es gibt allerdings Ver-kehrseinschränkungen: Für den Autoverkehr ist die Zufahrt in die Weite Gasse, den Kirchweg und die Grabenstrasse nur von Wettingen her möglich. Für Fussgänger ist der Schlossbergtunnel ab Baubeginn, die Tunnelgarage ab An-fang 2016 gesperrt. Dafür wird der öffentliche Verkehr ver-stärkt: In Spitzenstunden werden auf den Achsen Fislisbach und Ehrendingen zusätzliche Fahrzeuge eingesetzt. Die neue Verkehrsführung ist ab 21. Juli 2015 bis Ende 2017 in Kraft. (az)

Blick von der Hochbrücke Richtung Mellingerstrasse: Die ganze Häuserreihe mit dem Restaurant Falken musste der Sanierung weichen; hinten (im Bau) das Hochhaus Linde.
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Luftaufnahme auf das Tunnelportal mit Barrierenübergang. Der Gstühl-Platz (rechts) wich der neuen Bruggerstrasse.
Ein Blick in die Zeit ums Jahr 1900, als die «Falken»-Barriere noch geschoben werden musste.
1961: Noch steht der alte Bahntunnel (links) in Betrieb, während der neue im selben Jahr eröffnet wurde.
Der gesamte Durchgangsverkehr in Richtung Norden führte durch die Weite Gasse.
Schulhausplatz: Letzte Sanierung von 1957 bis 1965

Blick von der Hochbrücke Richtung Mellingerstrasse: Die ganze Häuserreihe mit dem Restaurant Falken musste der Sanierung weichen; hinten (im Bau) das Hochhaus Linde.

zvg

Mit den drei Webcams erhalten Sie einen Blick auf die Baustelle und die aktuelle Verkehrssituation am Badener Schulhausplatz

Webcam Falken:

Webcam Linde:

Webcam Zürcher:

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