Baden
Schulhausplatz: Sanierung nötig

Kreuzung in Baden wurde für 100 Millionen umgebaut. Zwei Jahre nach Eröffnung gibt es Belagsschäden.

Pirmin Kramer
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Belagsschäden: Am Lichtsignal des Abbiegers nach Neuenhof halten Busse öfter als geplant – Asphalt erhitzt und verformt sich.

Belagsschäden: Am Lichtsignal des Abbiegers nach Neuenhof halten Busse öfter als geplant – Asphalt erhitzt und verformt sich.

Bild:AZ-Archiv

Der Schulhausplatz Baden ist im Sommer 2018 nach drei Jahren Bauzeit wiedereröffnet worden. Die Baukosten für die Neugestaltung beliefen sich auf rund 100 Millionen Franken. Nun muss ein Teil der Fahrbahn bereits ersetzt werden – kurz vor dem Abbieger in Richtung Neuenhof hat sich der Asphalt verformt, wie der Kanton mitteilt.

Die Erklärung für die Belagsschäden: «Am Lichtsignal des Abbiegers halten die Busse ­öfter als ursprünglich in der Planung angenommen», teilt das Departement Bau, Verkehr und Umwelt mit. An heissen Sommertagen steige die Asphalttemperatur teilweise auf über 60 Grad Celsius. Durch die zusätzliche Hitzestrahlung der stehenden Busse mit ihren sogenannten Unterflurmotoren, in Kombination mit der Vielzahl an Fahrzeugen – rund 1400 Busse fahren täglich über den Schulhausplatz – habe sich der Belag bis in die unterste Schicht so stark erhitzt, dass er sich verformte.

«Der neue Belag ist widerstandsfähiger»

Marcel Voser, Projektleiter der Abteilung Tiefbau beim Departement Bau, Verkehr und Umwelt, präzisiert: «Vorgesehen war, dass die Busse bei der Ausfahrt Haltestelle die Durchfahrt anmelden und dann freie Fahrt über den Knoten erhalten.» Doch Anpassungen beziehungsweise Optimierungen bei den Lichtsignalanlagen hätten dazu geführt, dass die Busse oft direkt vor dem Lichtsignal halten und stehen bleiben. Die Kosten für die Sanierung belaufen sich auf ungefähr 50000 Franken.

Die Sanierung des Teilabschnitts auf dem neuen Schulhausplatz wird in den Herbstferien durchgeführt: Von Montag, 28. September, bis Mittwoch, 30. September 2020. Der Belag aus Asphalt wird durch einen Belag aus Gussasphalt ersetzt. «Dieser Belag wird üblicherweise auf Brücken angewendet und ist deutlich widerstandsfähiger», so das BVU. Während der Sanierung wird die Fahrspur in Richtung Neuenhof gesperrt; die Verkehrsumleitung erfolgt über die Hochbrücke. Aufgehoben wird während der Bauarbeiten der Veloweg in Fahrtrichtung Wettingen.

Rückstau während Arbeiten möglich

Die Busse in Fahrtrichtung Stadt benutzen während der Umbauzeit die rechte Fahrspur des Individualverkehrs, «wodurch es auf der Mellingerstrasse zu Rückstau kommen kann», heisst es in der Medienmitteilung. Die Bauarbeiten erfordern trockenes und warmes Wetter. Bei schlechter Witterung verschieben sich die Arbeiten um entsprechende Tage.

Bis auf die Belagsschäden laufe bei der Kreuzung alles wie geplant, sagt Marcel Voser weiter. «Dass es stetige Anpassungen bei den Lichtsignalanlagen gibt, ist bei einer solch komplexen Kreuzung normal.» Auf die Frage, ob man die Kreuzung schneller passieren könne als vor der Sanierung, antwortet ­Voser: «Die entsprechenden Messungen laufen noch. Grundsätzlich haben wir aber gutes Feedback erhalten. Was uns ebenfalls freut, ist, dass die untere Ebene gut funktioniert, dass Fussgänger und Velofahrer gut aneinander vorbeikommen.»