Ennetbaden

Schulraumplanung: Gemeinderat beantragt Kredit für Ersatzneubau

Von den Ennetbadener Schulhäusern soll nur dasjenige von 1937 (l.) saniert werden.

Von den Ennetbadener Schulhäusern soll nur dasjenige von 1937 (l.) saniert werden.

Das Schulhaus von 1964 soll nicht saniert, sondern neu gebaut werden.

Mit elf Primarschul- und vier Kindergartenabteilungen hat sich die Anzahl der Schulklassen in Ennetbaden innerhalb von rund zehn Jahren verdoppelt. Die stark steigenden Schülerzahlen sorgen dafür, dass der Schulraum in der rund 3400 Einwohner zählenden Gemeinde knapp wird. Daneben sind die in die Jahre gekommenen Schulbauten aus den Jahren 1937 und 1964 dringend sanierungsbedürftig. Vor diesem Hintergrund wurde bei der Gemeinde in den letzten Jahren eine Variante erarbeitet, die einen Neubau von Schulräumen bei der Liegenschaft Grendelstrasse 11 sowie eine Renovation der Schulhäuser von 1937 und 1964 vorsieht. Diese Lösung, sowie der zugehörige Kreditantrag über 950 000 Franken, wurde von der Gemeindeversammlung am 10. November 2016 genehmigt.

Anstelle der Sanierung des Schulhauses 1964 soll dieses nun aber rückgebaut und ein Ersatz- und Erweiterungsbau entstehen, wie der Gemeinderat von Ennetbaden in der Einladung zur kommenden Gemeindeversammlung vom 9. November schreibt. Der vierstöckige Neubau soll am selben Standort gebaut und grösser als das bestehende Schulhaus werden. Bei der Erarbeitung der Wettbewerbsunterlagen sei festgestellt worden, dass eine Sanierung aufgrund der ungünstigen Grundrisse sowie der Ausrichtung des Schulhauses nicht nachhaltig sei, heisst es im Bericht zum Traktandum.

Insbesondere die Verbindungen zwischen den Klassenzimmern und die zu kleinen Gruppenräume würden den räumlichen und pädagogischen Anforderungen an heutige Schulraumrichtlinien nur bedingt gerecht. Hinzu komme, dass das Schulhaus 1964 schlecht auf den Aussenraum ausgerichtet sei. Der bestehende Pausenplatz sei heute sehr eng und begrenzt, weswegen eine optimale Nutzung des Aussenraumes notwendig ist. Die Ausrichtung zum Aussenplatz mit Spielflächen für die Kindergartenabteilungen sei bei einem Neubau wesentlich besser gewährleistet, schreibt der Gemeinderat.

Antrag auf Zusatzkredit

Der Neubau soll laut Gemeinderat die «beengten und ungeeigneten Verhältnisse» beim bestehenden Schulhaus beheben. Das Gesamtprojekt beinhaltet weiterhin die Sanierung des Schulhauses von 1937, hingegen soll das gemeindeeigene Haus an der Grendelstrasse 11 erhalten bleiben und das zugehörige Land für künftige Projekte genutzt werden. Gerechnet wird mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 17,7 Millionen Franken, wodurch im Vergleich zur vorherigen Variante Mehrkosten von 4,5 Millionen entstehen. Für die Durchführung des Ersatz- und Erweiterungsbaus stellt der Gemeinderat einen Antrag auf einen Zusatzkredit in der Höhe von 520 000 Franken. Die an der Gmeind im letzten Jahr von einer klaren Mehrheit der Stimmberechtigten angenommenen Wettbewerbs- und Projektierungskosten von 950 000 Franken bleiben bestehen.

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