Mit über 6100 Kilometer hat der Schweizer Botschafter, Beat Nobs, wohl eine der weitesten Anreisen an die Badenfahrt. Für das Volksfest ist er eigens aus dem kanadischen Ottawa hergeflogen. «Für mich ist die Badenfahrt das absolut spektakulärste Fest der Welt», schwärmt er. «Für kein anderes Fest bringen so viele Menschen einer ganzen Region derart viel Herzblut und Enthusiasmus auf wie für die Badenfahrt.» Allerdings sei dies natürlich die Sicht eines Badeners, fügt er an, als am Freitagabend gerade der Böllerschuss den Start der Badenfahrt verkündet.

Der Schweizer Botschafter in Kanada Beat Nobs über die Badenfahrt

Der Schweizer Botschafter in Kanada Beat Nobs über die Badenfahrt

Seine erste Badenfahrt erlebte der 63-jährige Ennetbadener 1967. «Ich sah damals zum ersten Mal den grossen Umzug und war begeistert.» Das Badenfahrtfieber hatte ihn gepackt und zehn Jahre später spielte der inzwischen 23-jährige Nobs beim grossen Festspiel «Siegawyn und Ethelfrieda» mit. «Ich war ein helvetischer Krieger», erzählt er. Seither hat er keine Badenfahrt verpasst. «Alle zehn Jahre an der Badenfahrt frage ich mich, was ist seit der letzten oder vorletzten Badenfahrt alles geschehen.» Das Fest sei für ihn zu einer Art Raster des eigenen Lebens geworden.

Auf das Festspiel freut der Botschafter sich besonders. «Meine Frau Irene und ich möchten es unbedingt sehen», sagt Nobs. Nebst dem Festspiel werde er zahlreiche Beizen besuchen. «Gute Freunde von mir engagieren sich in verschiedenen Beizen. Ich bin sehr gespannt auf die Bauten.» Die Rolle des Botschafters legt Nobs auch für die Badenfahrt nicht ab. Und in dieser ist Alkohol nur im Mass erlaubt. «Ein Bier oder ein Drink ist völlig in Ordnung», sagt Nobs. «Aber man wird mich sicher nicht morgens um 4 Uhr johlend in den Gassen finden», sagt er und lacht.

Sind Sie oder ist jemand, den Sie kennen, für die Badenfahrt aus dem Ausland
angereist? Dann melden Sie sich via baden@badenertagblatt.ch.