Baden

Seine Majestät zu Gast in der Stadt: Den belgischen König Philippe interessiert das duale Bildungssystem

König Philippe von Belgien beerht die Stadt Baden

König Philippe von Belgien beerht die Stadt Baden

Der belgische König Philippe informiert sich am Freitag bei ABB und «libs» über das duale Bildungssystem.

Grosse Ehre für Baden: Der belgische König Philippe (57), der diese Woche für einen Staatsbesuch in der Schweiz weilt, macht morgen eine Reise nach Baden. In der Stadt informiert er sich über das Thema Berufsbildung beziehungsweise das duale Bildungssystem.

Ab 9.15 Uhr besichtigt er die Fabrik der ABB Turbo Systems AG, begleitet wird er von Bundesrat Johann Schneider-Ammann. Vor Ort sind auch ABB-Verwaltungsratspräsident Peter Voser, ABB-Schweiz-Chef Remo Lütolf, Turbo-Systems-Chef Oliver Riemenscheider sowie diverse Lernende, die dem König ihr Können präsentieren.

Anschliessend an den Besuch bei der ABB begibt sich Philippe zum Gebäude der «libs» (Industrielle Berufslehren Schweiz), wo es nach einer Besichtigung zu einem Gespräch am runden Tisch mit Lernenden kommt.

«Beinahe eine Alltäglichkeit»

«Der Besuch des Königs ehrt uns», sagt Yann Moor, Präsident der «libs». Nervosität ist bei ihm aber trotz des königlichen Besuches kaum hörbar: «Besuche von ausländischen Delegationen sind für uns in den vergangenen Jahren beinahe zu einer Alltäglichkeit geworden», sagt er. Insbesondere Delegationen aus den Vereinigten Staaten seien in Baden ein und aus gegangen. So liess sich der US-Arbeitsminister Thomas Perez im Herbst 2015 von den Vorzügen des dualen Bildungssystems informieren. Die «libs» ging aus der ABB hervor und ist heute mit 1100 Lehrlingen das grösste Ausbildungsunternehmen in der schweizerischen Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM-Industrie).

Badener Stadtrat nicht vor Ort

Das belgische Staatsoberhaupt befindet sich seit gestern mit Gattin Mathilde in Bern, heute Nachmittag findet in der Hauptstadt der offizielle Empfang durch Bundespräsidentin Doris Leuthard statt.

Nach seinem ungefähr zweistündigen Besuch in Baden setzt der König mit seiner Delegation den Studienbesuch zum Schweizerischen Modell der Berufsausbildung in Luzern fort, unter anderem am KV der Berufsschule.

Mit grossen Einschränkungen für den Strassenverkehr sei nicht zu rechnen, teilt die Stadtpolizei Baden auf Anfrage mit.

Nicht an der Besichtigung teilnehmen wird ein offizieller Vertreter der Stadt Baden: «Ein Treffen mit der Stadtregierung ist nicht vorgesehen», heisst es auf Anfrage.

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