Wettingen
Seit 50 Jahren ist die VHS im Dienste der Bildung

Der erste Jubiläumsvortrag der Volkshochschule Wettingen (VHS) ist der Ahnenforschung gewidmet. Ein passendes Thema, wenn auf die Vergangenheit zurück geblickt wird, wie dies die VHS in diesem Jahr tun kann: Vor 50 Jahre wurde sie gegründet.

Dieter Minder
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Max Lotter, Präsident der VHS Wettingen, zeigt die Liste der Vorträge.

Max Lotter, Präsident der VHS Wettingen, zeigt die Liste der Vorträge.

Seit der Gründung der Volkshochschule Wettingen (VHS) vor 50 Jahren hat sich das Kursangebot stark geändert. «Anfänglich haben viele BBC-Ingenieure technische Themen behandelt», sagt Max Lotter, Präsident des VHS Wettingen. Daran bestehe heute kein Interesse mehr. «Wir nehmen immer die Aktualitäten auf», sagt Lotter.

Als das Interesse der Eltern an der Schule immer mehr zunahm, bot die VHS Elternabende an. Als der Computer zu seinem Siegeszug durch Büros und Haushalte begann, bot die VHS entsprechende Kurse an. Immer, und das ist eine Spezialität der Volkshochschulen, sind ihre Referenten Fachleute, die mit dem Thema, über das sie sprechen, sehr eng verbunden sind. «So bringen wir, wie es von Anfang an beabsichtigt war, Bildung ins Land», sagt Lotter, obwohl der Begriff Land zumindest in Bezug auf Wettingen nicht mehr stimmt.

Breites Kursspektrum

Das Zielpublikum sind heute ältere Leute. Technische und wissenschaftliche Themen haben aber immer noch Platz, so führt ein Kurs ins PSI, wo die Protonentherapie vorgestellt wird. «Diesen Kurs bieten wir mit anderen Volkshochschulen an.» Trotzdem ist das Kursspektrum nach wie vor sehr breit. «Wir bieten in dieser Saison unter anderem Kurse über das Bäderquartier, über Schüsslersalze oder Yoga an.» Ein weiterer Kurs ist der Forschungsprojekt Eiszeit im Wehntal gewindet. Dazu werden die Kursteilnehmer das Mammutmuseum in Niederweningen besuchen.

Aus dem Bereich Sprachkurse hat sich die VHS weitgehend wieder zurück gezogen: «Die Konkurrenz der Klubschule und des KV wurde immer grösser.» Auch Reisen, einst ein wichtiges Element im Angebot, gibt es nicht mehr. «Heute ist Reisen sehr viel günstiger als noch vor etwa 40 Jahren», sagt Lotter.

Eine Schule der ganzen Region

An der Spitze der VHS Wettingen stehen ein dreiköpfiger Vorstand und eine Kommission. Die Vorstandsmitglieder sind Präsident Max Lotter, Vizepräsident Hugo Doppler und Geschäftsführerin Cornelia Berger. Obwohl die VHS Wettingen in ihrem Namen führt, ist sie längst über die Gemeindegrenzen hinaus gewachsen. Die Mitglieder der Führungsorgane wohnen in Baden, Birmenstorf, Ennetbaden, Lengnau, Obersiggenthal, Wettingen und Würenlos.

Im Interesse der Gemeinden

Das Budget der VHS liegt zwischen 100000 und 120000 Franken pro Jahr. Finanziert wird es durch Mitgliederbeiträge, Kursgebühren sowie Beiträge der öffentlichen Hand. Wettingen zahlt 12000 Franken pro Jahr, Baden 6000 und der Kanton 8000 Franken. «Die Gemeinde Wettingen stellt uns auch den Rathaussaal gratis zur Verfügung», sagt Lotter. Wenn die VHS Schulanlagen nutzt, müsse sie aber – wie andere Vereine – dafür bezahlen.

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