Wettingen

Seit März laufen die Umbau- und Sanierungsarbeiten im «Tägi» - nicht alles läuft nach Plan

Im Sport- und Erholungszentrum «Tägi» in Wettingen laufen die Umbau- und Sanierungsarbeiten. Nicht alles läuft nach Plan.

Das Wettinger Sport- und Erholungszentrum «Tägerhard» ist kaum mehr wiederzuerkennen: Seit Beginn der Sanierungs- und Umbauarbeiten im März wurden die Eisfelder und die Tribüne abgerissen und für den Eingangsbereich laufen die Rückbauarbeiten. Dieser wird das «Herzstück», wie es Gemeindeammann Roland Kuster (CVP) an einer Medienorientierung zum momentanen Stand im «Tägi» nannte. Hier mussten erst die Altlasten sorgfältig saniert werden.


Nicht alles verläuft nach Plan. «Zu einem solchen Grossprojekt gehören immer auch Überraschungen», findet Kuster. So wird nun zum Beispiel die Sanierung des Hallenbads vorgezogen, um nicht dieselbe unangenehme Erfahrung wie das Hallenbad Leimbach ZH zu machen: Dort war es im sanierten Becken beim Wiedereinfüllen des Badwassers zur Ablösung der keramischen Platten gekommen. Leimbach musste deshalb das Becken noch einmal sanieren. Das wollen die Wettinger vermeiden. Eine spätere Sanierung würde grosse betriebliche Nachteile und Mehrkosten bedeuten. Letztere fallen zwar nun auch an, aber nicht im selben Rahmen: «Wir wollen es gleich richtig machen, auch wenn die Kosten deshalb etwas steigen werden», sagt Kuster.


Alleine 13,5 von den fast 47 Millionen Franken werden in den Keller gesteckt: «Hier investieren wir in neue Haus-, Badwasser-, Heizung-, Eis- und weitere Technik.» Für die Eisfelder brauche es einen Technologiewechsel, die Ammoniaktechnik habe Fortschritte gemacht, geht Jürg Bischof, Projektleiter Bauverwaltung und Planung, vertiefter auf die technischen Details ein. Die bisherige Technik, die Eispisten mit direktverdampfendem Ammoniak zu kühlen, hatte immer wieder zu Diskussionen geführt. Deshalb durften die Eisfelder nur mit einer Sonderbewilligung betrieben werden: «Inzwischen konnte nachgewiesen werden, dass die Eisflächen mit einfachen, aber wirkungsvollen Massnahmen auch mit direktverdampfendem Ammoniak effizient und umweltschonend gekühlt werden können.»


Wetterglück für Gartenbad


Seit Beginn der Bauarbeiten seien zwei Unfälle zu beklagen, sagt Kuster: «Obwohl wir grossen Wert auf Sicherheit legen, kann leider nicht alles verhindert werden. Zum Glück ist in beiden Fällen nichts Schlimmeres passiert.» Auch blieben trotz der riesigen Baustelle die Gäste im Gartenbad nicht aus — Hochsommer sei Dank: «Im Juli begrüssten wir 22 000 Gäste, eine gute Zahl für diese Umstände.»


Geplant ist, auf Ende 2019 die Eisfelder in Betrieb zu nehmen. Eines davon wird dann überdacht sein. Im März 2020 soll das Hallenbad wieder eröffnet werden.

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