Gebenstorf

Selbst Bussen führten nicht zum Erfolg: Die Zufahrt zum Reussbad wird neu per Kamera überwacht

Das Fahrverbot zum Gebenstorfer Reussbädli soll endlich durchgesetzt werden. Neu werden alle bei der Gemeinde nicht registrierten Fahrzeuge fotografisch erfasst. (Symboldbild)

Das Fahrverbot zum Gebenstorfer Reussbädli soll endlich durchgesetzt werden. Neu werden alle bei der Gemeinde nicht registrierten Fahrzeuge fotografisch erfasst. (Symboldbild)

Da weder Verkehrskontrollen noch Bussen die stetige Missachtung des Fahrverbots im Gebenstorfer Reussbädli verhindern konnten, wird nun eine Kamera installiert. Diese soll eine Verbesserung der Lage herbeiführen.

Immer wieder wird das signalisierte Fahrverbot zum Gebenstorfer Reussbädli missachtet. Ungeachtet des Verbots werden im Gebiet immer wieder Boote auf- und abgeladen. Da die durch die Polizei durchgeführten Verkehrskontrollen keine nachhaltige Wirkung aufzeigten, hat sich der Gemeinderat nun dazu entschieden, die Zufahrt per Kamera zu überwachen. Gerade während der Sommerzeit wurden immer wieder Verkehrssünder erwischt. «Der Ansturm ist stark wetterabhängig, besonders gross ist er bei schönem Wetter. Über die Auffahrt wurden erneut zahlreiche Fahrzeuge festgestellt», sagt Gemeindeschreiber Stefan Gloor.

Während der Zugang für kommerzielle Bootstourenbetreiber nur mit ausdrücklicher Bewilligung der Gemeinde gestattet ist, dürfen private Personen das Reussbad nicht befahren. Bereits im letzten Jahr wurde zusammen mit der Polizei und dem ebenfalls sporadisch eingesetzten Sicherheitspersonal der Gisi Com AG eine Aktion gestartet, um den Übertretungen entgegenzuwirken.

Selbst Bussen führen nur zu mässigem Erfolg

«Über mehrere Tage wurden die Fahrzeuglenker angehalten, kontrolliert und über das Fahrverbot aufgeklärt. An anderen Tagen wurden wiederum sofort Bussen ausgestellt. Beides hat nur zu mässigem Erfolg geführt», sagt Gloor.  Nun soll die am 2. Juni durch die Stadtpolizei installierte «CatchKen»-Kamera eine Verbesserung der Lage herbeiführen. Laut Gloor erfasst diese nach einer erfolgreich durchgeführten Überprüfung ausschliesslich sämtliche bei der Gemeinde nicht registrierten Fahrzeuge fotografisch.

Die Daten dienen der Polizei als Grundlage für die Ausstellung der Bussen. Geplant ist fürs Erste ein dreimonatiger Einsatz. Bei Bedarf wir die Dauer der Überwachung verlängert. «Wie hoffen, dass diese repressiven Massnahmen die fehlbaren Autolenker dazu bewegt, das signalisierte Fahrverbot einzuhalten. Wir wollen keine Schikane, haben aber nach einem System gesucht, das ein konsequentes Durchgreifen ermöglicht», so Gloor.

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