Baden
Senior donnert mit Auto gegen Lichtsignal-Anlagen der Gstühl-Kreuzung

Heftiger Selbstunfall auf der Badener Gstühl-Kreuzung am Mittwochabend: Ein 82-jähriger Autofahrer prallt in Kandelaber und Lichtsignal-Anlagen und wird mittelschwer verletzt.

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Verkehrsunfall auf der Badener Gstühl-Kreuzung Ein Senior verlor die Kontrolle über seinen VW, dieser prallte gegen mehrere Kandelaber und kam vor einem Brautmodegeschäft zum Stillstand.
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Verkehrsunfall an der Bruggerstrasse/Rütistrasse in Baden
Verkehrsunfall auf der Badener Gstühl-Kreuzung Das Auto des Unfallverursachers wurde schwer beschädigt und dürfte einen Totalschaden erlitten haben.
Verkehrsunfall auf der Badener Gstühl-Kreuzung Auf der Kreuzung liegen doch einige Trümmer.
Verkehrsunfall auf der Badener Gstühl-Kreuzung Nach dem Unfall regelt die Feuerwehr den Verkehr.
Verkehrsunfall auf der Badener Gstühl-Kreuzung

Verkehrsunfall auf der Badener Gstühl-Kreuzung Ein Senior verlor die Kontrolle über seinen VW, dieser prallte gegen mehrere Kandelaber und kam vor einem Brautmodegeschäft zum Stillstand.

Kapo AG

Ein 82-jähriger Aargauer hat am Mittwochabend auf der Gstühl-Kreuzung die Kontrolle über seinen VW Golf verloren und einen heftigen Unfall verursacht. Er wurde mittelschwer verletzt und musste ins Spital gebracht werden. Passanten kamen laut Kantonspolizei nicht zu Schaden.

Der Senior, ein Schweizer Staatsbürger aus der Region, war um 18.15 Uhr auf der Bruggerstrasse in Richtung Schlossbergtunnel unterwegs, als es zum Unfall kam. Er geriet mit seinem Auto aus noch ungeklärten Gründen nach rechts, fuhr an Kolonnen, die vor der Ampel standen, vorbei und kollidierte mit mehreren Lichtsignal-Anlagen.

Sein Auto kam auf dem Trottoir vor einem Brautmode-Geschäft zum Stillstand. Der Motor des Fahrzeugs wurde beim Aufprall weggeschleudert. Während der Unfallaufnahme und der Aufräumarbeiten besorgte die Feuerwehr den Verkehrsdienst.

Diskussion um Radargerät

Die Gstühl-Kreuzung geriet in diesem Jahr schon einmal in die Schlagzeilen, weil der Badener Stadtrat plante, hier den ersten festinstallierten Blitzer im Kanton Aargau zu installieren. Er wollte damit die Verkehrssicherheit auf der Kreuzung erhöhen. Immer wieder missachten hier Fahrzeuglenker das Rotlicht – bei Testmessungen im Frühjahr wurden stündlich elf Rotlichtsünder registriert. Der Stadtrat rechnete auf dieser Grundlage mit Einnahmen von rund 450'000 Franken pro Jahr.

Der Grosse Rat hat sich allerdings mit 83 zu 42 Stimmen dagegen ausgesprochen. Aus den Reihen der SVP hiess es damals, dass es bei der Installation nicht um Unfallverhütung, sondern um zusätzliche Einnahmen für die Stadt gehen würde. Die SP und Grünen sprachen sich für den Blitzer aus. Fest installierte Radargeräte sollen im Aargau weiterhin nur dann eingesetzt werden, wenn der Bedarf durch Unfallstatistik und -analyse nachgewiesen sei. (pz)