Region Baden
Seniorenrat ist 10 Jahre älter und doch jung geblieben

Der Senioren- und Seniorinnenrat setzt sich für die Interessen älterer Menschen ein. Dabei geht Freiwilligkeit vor. Zum Jubiläum hat sich der Verein eine aktivere Rolle in der Öffentlichkeit vorgenommen.

Din Badara Ndiaye
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Der Kern vom Senioren- und Seniorinnenrat: Ursula Gut, Ruth Blum und Andreas Courvoisier (v.l.). DND

Der Kern vom Senioren- und Seniorinnenrat: Ursula Gut, Ruth Blum und Andreas Courvoisier (v.l.). DND

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«Wir haben uns zum 10-jährigen Bestehen vorgenommen, mehr in der Öffentlichkeit präsent zu sein», sagt Ruth Blum. Die Präsidentin vom Senioren- und Seniorinnenrat der Region Baden (SRRB) spricht auch von politischer Lobbyarbeit auf lokaler Ebene.

Mitgliedschaft SRRB

Der Senioren- und Seniorinnenrat der Region Baden zählt rund 400 Mitglieder. Mit einem Jahresbeitrag von Fr. 20.- für Einzelpersonen und Fr. 30.- für Paare können interessierte Senioren beitreten.

Der Rat setzt sich für eine verbesserte Lebensqualität älterer Menschen ein. «Ältere Personen können sich vernetzen», sagt Ruth Blum. Jedoch bestehe kein Zwang, an einem Anlass teilzunehmen. «Im Gegensatz zu anderen Seniorenvereinigungen bieten wir keine Kurse an, bei denen man sich nach der Anmeldung verpflichtet fühlen muss, hinzugehen.» Freiwilligkeit gehe vor.

Kulturelles Angebot für Mitglieder

Jeden zweiten Donnerstag im Monat bietet das «seniOrient» einen Treffpunkt für Filminteressierte. Das Kino Orient in Wettingen zeigt in einer Nachmittagsvorstellung Filme für Senioren. «Die Räumlichkeiten stellt uns das Kino Orient zur Verfügung», sagt Ruth Blum. An der Kasse und hinter der Bar stehen Mitglieder des Senioren- und Seniorinnenrats.

Fahrstunden im hohen Alter

Nebst dem kulturellen Angebot, das der Seniorenrat auf die Beine stellt, gibt es praktische Hilfen für den Alltag. So können sich die älteren Personen auf eine Art Auffrischungs-Fahrt mit einem Fahrlehrer machen. «Das Angebot wurde bisher rege genutzt», sagt Ruth Blum. Ebenfalls erhalten die Mitglieder Ratschläge zum Thema Sicherheit.

Sie sollen sich uneingeschränkt fortbewegen können. Dazu gehören beispielsweise bessere Busverbindungen in der Region oder der Verzicht auf Pflastersteine am Boden. «Wir haben kürzlich eine Testfahrt gemacht», sagt Andreas Courvoisier, Initiant und 1. Präsident des Rates. Mit einem Rollator oder Rollstuhl komme man da einfach nicht sehr gut vorwärts.

Zu wenig Wohnraum für Senioren

Ein Thema beschäftigt die Senioren der Region besonders: Das Wohnen im Alter. «Der bezahlbare Wohnraum für ältere Bewohner in Baden und Umgebung ist zu knapp», sagt Ruth Blum und fügt an: «Wir sind beim Stadtrat in Baden vorstellig geworden.» Zusammen mit ihm wolle man an Lösungen für mehr bezahlbaren Wohnraum arbeiten. Dabei ziehe man auch Wohnkonzepte in Betracht, in denen die Nachbarschaftshilfe gefördert werde. «In der Schweiz gibt es bereits solche Projekte», sagt Ruth Blum.

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