Wettingen
Shakespeare macht «Viel Lärm um nichts» im Klosterhof

Hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen für die Klosterspiele 2014. Auf dem Programm steht «Viel Lärm um nichts» von Shakespeare. Es geht um Macht, Geld und Intrigen, Verrat und Verschwörung.

Dieter Minder
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Es sind Sommerferien, im Klosterhof ist es ruhig. Dieter Minder

Es sind Sommerferien, im Klosterhof ist es ruhig. Dieter Minder

Im Kloster Wettingen ist Ruhe eingekehrt, die Kantonsschüler sind in die Sommerferien abgereist. In einem Jahr werden die Schülerinnen und Schüler wieder in den Ferien sein, doch dann wird im Kloster mehr los sein, weil dort «Viel Lärm um nichts» gespielt wird.

Geschrieben hat das Stück der Engländer William Shakespeare um 1600. Der Hintergrund sind Ereignisse um die spanische Herrschaft auf Sizilien. Es geht um Macht und Einfluss, Geld und Intrigen, Verrat und Verschwörung und um viel Liebe.

Junger Regisseur aus Island

Als Regisseur konnten der Verein Klosterspiele (siehe Text rechts) und seine künstlerische Leiterin Barbara Riecke (Kurtheater Baden) Thorleifur Örn Arnarsson gewinnen.

Apéro vor Vorstellungsbeginn
19 Bilder
Verena und Lieli Flüglistaller finden die Atmosphäre ganz grossartig
Auch Roger de Weck, Generaldirektor der SRG, schaute sich die Premiere an.
Auf dieser Wiese liegen Kleider - Ausdruck für die Kriegsopfer Auf dieser Wiese liegen Kleider - Ausdruck für die Kriegsopfer
De Franzos im Aargau
Kloster-Kulisse
Der einzelne Soldat wird in die Mangel genommen

Apéro vor Vorstellungsbeginn

Aargauer Zeitung

Arnarsson wurde im Jahre 1978 in Reykjavik geboren.

Seine Eltern sind in Island bekannte Schauspieler und Regisseure. Er absolvierte die Schauspielschule in Island und studierte Regie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin.

Als Regisseur war er schon in Berlin, Schwerin, Augsburg, St. Gallen und Luzern tätig. In Luzern inszenierte er 2011 Henrik Ibsens «Peer Gynt». Arnarsson zählt zu den gefragtesten jungen Regisseuren, sowohl für Schauspiel als auch für Musiktheater.

Die Bedeutung der Klosterspiele unterstreicht der Kanton mit einem Beitrag von 125 000 Franken aus dem Swisslos-Fonds. Das Budget liegt bei 900 000 Franken.

Klosterspiele: Der TrägerVerein

Träger der Klosterspiele ist der Verein Klosterspiele Wettingen. Er wurde 2004 gegründet und zählt rund 120 Mitglieder. In seinen Statuten hat er das Ziel festgehalten, die alte Tradition der Wettinger Klosterspiele wieder aufleben zu lassen. Deshalb organisiert er wiederkehrende, dem örtlichen Umfeld angepasste Theateraufführungen oder ähnliche kulturelle Veranstaltungen. Zudem fördert er kulturelle Projekte der Kantonsschule Wettingen auf dem Gebiet von Musik, Tanz und Theater. Vorstandsmitglieder sind: Maja Wanner, Würenlos, Präsidentin; Antoinette Eckert, Wettingen, Vizepräsidentin; Rolf Eichenberger, Obersiggenthal, Sponsoring; Marcel Huggenberger, Wettingen, Finanzen; Barbara Riecke, künstlerische Leitung; Brigitte Steimer, Wettingen, Sponsoring; Kurt Wiedemeier, Rektor Kantonsschule.
www.klosterspiele.ch

Es begann mit einem Welttheater

Das Kloster Wettingen gehört seit seiner Aufhebung im Jahre 1841 dem Kanton. Es zählt zu dessen schönsten Gebäudekomplexen und hat Chancen, ins Konzept Museum Aargau aufgenommen zu werden.

Klosterspiele hatten in Wettingen seit jeher Tradition. Auf Initiative von Hannes Schmid, dem ehemaligen Kulturredaktor der Aargauer Zeitung, wurden die Klosterspiele der Neuzeit ins Leben gerufen und mit dem «Salzburger Grossen Welttheater» die Tradition wieder aufgenommen.

Es folgten 2008 «Faust I» und 2011 «De Franzos im Aargau». Bei diesem war unter der Regie von Volker Hesse ein grosses Ensemble – der überwiegende Teil davon waren Laien – aufgetreten.

Bei der geplanten Shakespeare-Produktion «Viel Lärm um nichts» sollen die Hauptrollen mit professionellen Schauspielerinnen und Schauspielern besetzt werden.

Aufführungen 2014 8. Juli bis 7. August.

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