Das Motto der Turnervorstellung – «Jetzt mol ohni» – zog sich von den kreativen Dekorationen, die alle von den Turnerinnen und Turnern angefertigt wurden, über das Dessertbuffet, das aber «gar nicht ohne» war, bis hin zur Vorstellung, bei der die Hauptdarsteller alles gaben und die Zuschauer verzauberten.

So haben alle Untergruppen des STV Untersiggenthal ihr eigenes Programm erstellt, das sie auch repräsentiert. Angefangen mit der Damenriege und dem Frauenturnverein, die «ohni Berührungsängscht» ihre Kunststücke zeigten, gefolgt von den Mitgliedern des Eltern-Kind-Turnens, die ihre Kleinen «ohne Znacht» ins Bett schicken wollten. Der Frauenturnverein zeigte dann dass es auch «ohne Taktgefühl» ganz schön zu und hergehen kann, währenddem die Mädchenriege auf das Gesicht verzichten wollte und sich die Mädchen hinter schönen Masken versteckten. Nachdem die Damenriege ihre Übungen zum Thema Schuh vorführte, sorgte die Rhönradgruppe, die schweizweit bekannt ist, schon viele Titel eingeheimst hat und an der letzten Olma in St. Gallen den Gastkanton Aargau repräsentieren konnte, mit faszinierender Akrobatik für Staunen beim Publikum.

Im zweiten Teil führten «Bengeli» und «Engeli» ihre Kunststücke vor und ganz «ohne Angscht vorem Alter» zeigten jung gebliebene Damen und Herren des Frauen- und Männerturnvereins, wie fit man im Alter sein kann – und dies zu Oldie-Musik, die das Publikum richtiggehend mitriss. Dass es auch «ohne Liecht» geht, präsentierten die J+S-Rookies, die auf spannende Art und Weise ein schönes Lichtspiel veranstalteten. Abschliessend zeigte der Aktivturnverein der Männer, dass es auch «ohne Frauen» geht, dies dann aber durchaus seine Schattenseiten haben kann und es wohl doch nicht ohne sie geht.

Es war ein Abend ganz ohne Verpflichtungen, der es aber durchaus in sich hatte. Dies bestätigte dann auch OK-Präsidentin Dagmar Bochsler, die den reibungslosen Ablauf des Abends unter anderem auch der guten Organisation zu verdanken hat: «Das diesjährige Motto liess für die verschiedenen Gruppen viel Entfaltungsspielraum, was wir heute auch erlebt haben. Es freut mich riesig, dass sich am Freitagabend schon rund 250 Besucher in der Mehrzweckhalle eingefunden haben, um die Darbietungen mitzuverfolgen.»