Würenlos

Sie bringen die Teufelsuhr ins Dorf

Sigi Zihlmann (l.), Präsident der Theatergemeinschaft Würenlos, und Regisseur Andrej Togni präsentieren ihr Bühnenmodell für das Theaterstück «Die Teufelsuhr» von der Autorin Silja Walter. HUG

Sigi Zihlmann (l.), Präsident der Theatergemeinschaft Würenlos, und Regisseur Andrej Togni präsentieren ihr Bühnenmodell für das Theaterstück «Die Teufelsuhr» von der Autorin Silja Walter. HUG

Im Steinbruch wird diesen Sommer ein ehrgeiziges Theaterprojekt über die Bühne gehen. Dafür werden noch Laiendarsteller gesucht.

Wenn Regisseur Andrej Togni von der Teufelsuhr spricht, kann er fast nicht mehr aufhören. 14 Aufführungen sind im August und September im Steinbruch in Würenlos geplant. Togni rechnet mit 400 Zuschauern pro Aufführung und mit total 7000 Besuchern.

Eine Reise in die Vergangenheit

463 Jahre ist es her, erzählt Togni, als die erste Uhr nach Würenlos kam. Der Abt des Klosters Wettingen liess sie in den Kirchturm einbauen. Das verwirrte die Menschen. Plötzlich sollten sie sich nicht mehr nach der Sonne richten, sondern nach einem Zeiger, der sich im Kreis drehte. Dieser Zeiger war seltsam, denn er bewegte sich, ohne dass ihn jemand berührt hätte. Die Dörfler waren sich einig: Die Uhr ist des Teufels. So weit die historischen Tatsachen.

Im Theaterstück taucht dann eine Zigeunerin auf, und sie verhext die Uhr. Sie lässt sie rückwärts laufen und sagt den Menschen, dass man jetzt keine Angst mehr haben müsse vor der Zukunft. Im Gegenteil: Jetzt werde das Dorf in die Vergangenheit zurückkehren, ganz weit, bis ins Paradies.

Parallel zur Geschichte mit der Uhr spielt sich eine Liebesgeschichte ab. Hannes liebt Rina, aber Rina will nicht. Sie will ins Kloster, da dort angeblich immer Weihnacht ist. Hannes versucht verzweifelt, Rina von ihrem Vorhaben abzubringen.

Ein Theaterstück von Silja Walter

Das Theaterstück «Die Teufelsuhr», wurde vor 40 Jahren zum ersten Mal aufgeführt, damals unter dem Titel «Würenloser Chronikspiel». Geschrieben hat es Autorin Silja Walter. Unter den Zuschauern sass der damals 20-jährige Sigi Zihlmann. Heute ist Zihlmann Präsident der Theatergemeinschaft Würenlos. «Der Text ist immer noch aktuell», sagt er. Deshalb habe er beschlossen, das Stück wieder aufzuführen.

Zihlmann suchte einen Regisseur und wurde mit dem gebürtigen Zürcher Andrej Togni fündig. Er erzählte Togni von seinem Plan. «Als ich den Steinbruch sah, war es Liebe auf den ersten Blick», sagt Togni. Er habe sofort gewusst, dass er dort ein hervorragendes Theater aufführen könne.

Junge Männer gesucht

Togni begab sich sofort auf die Suche nach Schauspielern. «Wir besetzen die Rollen sowohl mit Profis als auch mit Laien», sagt Togni. Unter den Profis seien bekannte Namen wie etwa Kuska Caceres oder Albert Freuler, der auch schon bei der Fernsehserie «Tatort» mitspielte. «Allerdings fehlen uns noch junge Männer als Laiendarsteller», sagt Togni. Dafür habe er einen Workshop organisiert. «Und ab März beginnen wir mit den Proben», sagt Togni.

Workshop am 7. März um 19 Uhr in der alten Kirche Würenlos.

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