Baden

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Hier soll das Gemüse angebaut werden: Bauernhof Geisshof. zvg

Hier soll das Gemüse angebaut werden: Bauernhof Geisshof. zvg

Fünf Initianten haben eine Gemüsekooperative gegründet. Die Genossenschafter sollen in Genuss von fairem und hochwertigem Gemüse kommen.

«Die Gemüsekooperative Baden/Brugg soll eine echte Alternative zur industriellen Landwirtschaft darstellen», sagt Anna Zehnder-Knaus. Die Initiantin der Kooperative bemängelt das beschränkte Sortiment, die vielen Verpackungen und die Herkunft des Gemüses im Supermarkt: «Ausser im Sommer kommt das Gemüse aus Marokko, Spanien oder von noch weiter.» Es würden nur schöne Gemüse ins Angebot aufgenommen.

Gemeinsame Verantwortung

Die neu gegründete Kooperative will hier Gegensteuer geben. «Als Organisationsform ist eine Genossenschaft vorgesehen: Alle, die mitmachen, übernehmen gemeinsam Verantwortung», sagt Mitinitiantin Sonja Korspeter. «Das Gemüse wird auf dem Geisshof in Gebenstorf angebaut.» Die Pächter des Geisshofes, Astrid und Michael Köhnken, werden den Gemeinschaftsgarten bewirtschaften und dabei von den Genossenschaftern unterstützt.

Korspeter: «Jedes Mitglied soll mindestens fünf- bis sechsmal jährlich auf dem Feld mithelfen oder andere Aufgaben wie die Betreuung der Internetseite übernehmen.» Die Genossenschafter erwerben Anteilsscheine und bezahlen für ein kleines, mittleres oder grosses Gemüse-Abo. Mit den Abogeldern werden die laufenden Kosten finanziert. Jeder erhält dafür wöchentlich eine Lieferung ökologischer, hochwertiger und preislich fairer Gemüse vom Hof. «Auf diese Weise wird die ganze Ernte innerhalb der Genossenschaft aufgeteilt», sagt Korspeter. Geliefert werde an verschiedenen Depots; die Abonnenten sollen ihr Gemüse zu Fuss abholen können.

Der Geisshof soll ausserdem ein Ort der Begegnung werden. Korspeter betont: «Wir werden nicht nur gemeinsam arbeiten, sondern auch feiern. Kinder werden ebenfalls ihren Platz haben. Es soll Spass machen, mit dabei zu sein.»

Kooperativen liegen im Trend

«Diese Kooperativen sind ein weltweiter Trend, auch in der Schweiz», erklärt Hanna Stolz, Konsumentenforscherin am Forschungsinstitut für biologischen Landbau in Frick. «Die Verbraucher sind von Anfang an an der Produktion beteiligt, was dem Gemüse mehr Authentizität verleiht als im Supermarkt.»

Hier gehts zur Website.

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