Ausflugs-Tipps

Sieben Ausflugs-Ziele: Hier wollten Sie doch schon immer mal hin

Es kann, muss aber nicht immer Wandern sein: Die az stellt sieben Ausflugs-Ziele vor, die maximal einen ganzen Tag beanspruchen und einfach zu erreichen sind. Foto: Weinwanderweg Döttingen.

Es kann, muss aber nicht immer Wandern sein: Die az stellt sieben Ausflugs-Ziele vor, die maximal einen ganzen Tag beanspruchen und einfach zu erreichen sind. Foto: Weinwanderweg Döttingen.

Nach dem durchzogenen Sommer fährt der goldene Herbst mit seiner ganzen Pracht auf. Da bietet sich ein Ausflug an – aber wohin? Die Redaktion stellt Ihnen sieben Ziele in der Region vor, die einen Besuch wert sind.

Zurzibiet/Waldshut - Mit der «Waldshut-Tiengen» die Schönheiten des Rheins erleben

Wer das Wasser und die Natur liebt, ist bei einem Ausflug auf dem Rhein zwischen Koblenz und Dogern genau richtig. Auf diesem Abschnitt zeigt sich der Rhein von seiner schönsten Seite. Normalerweise verbindet das Fährschiff «Waldshut-Tiengen» das schweizerische Full mit dem deutschen Waldshut. Die Fähre ist aber auch ganzjährig als Rundfahrtenschiff im Einsatz und ermöglicht den Passagieren eindrückliche Erlebnisse auf dem Rhein. Ob Betriebsfest, Tagungen, Vereins- oder Schulausflug, ob Familienfest, Weihnachtsfeier, Hochzeit oder Geburtstag: Die «Waldshut-Tiengen» kann für alle möglichen privaten Anlässe gechartert werden, ist gleichzeitig aber auch ein Abenteuer- und Partyschiff. Durchgeführt werden Fondue-Plauschfahrten, Fred-Feuerstein-Fahrten oder Spargelmenü-Fahrten, um nur eine kleine Auswahl der vielfältigen Themen zu nennen. Überdies erzählt Schiffsführer Sven Schiessel den Fahrgästen auf den ein- oder zweistündigen Rundfahrten gerne Wissenswertes über die Gegend oder über die Geschichte der Rheinschifffahrt.

Mit 110 Sitzgelegenheiten bietet die «Waldshut-Tiengen» viel Platz für Gesellschaften oder auch für Familien und Einzelausflügler. 60 Personen finden im Salon Platz, 50 Personen auf dem Freideck. Angefahren werden die Anlegestellen Koblenz, Bahnhof Felsenau, Full und Leibstadt auf Schweizer Seite sowie Waldshut Rhein-Camping und Waldshut Rheinweg auf deutscher Seite. (ZA)

Auf der «Waldshut-Tiengen» zeigt sich der Rhein von seiner schönsten Seite.ZA

Auf der «Waldshut-Tiengen» zeigt sich der Rhein von seiner schönsten Seite.ZA

Baden - Geopfad: Halb Jura, halb Mittelland

Baden liegt an einer interessanten geologischen Nahtstelle: halb Jura, halb Mittelland. Auf der Ruine Stein befinden wir uns gesteinsmässig im Jura. Die Felsen der Ruine setzen sich östlich der Limmat in der Lägern fort und bilden damit den letzten und östlichsten Ausläufer. Sobald wir aber über den Jura-Ausläufer hinausblicken, sehen wir weiche Hügel, die zum Mittelland gehören.

Der Geopfad führt vom Lägernkopf über die Limmat zum Martinsberg und zeigt, wie vielseitig die Badener Landschaft ist. Unterwegs werden dem Besucher auf Informationstafeln geologische Fakten rund um Baden erläutert und näher gebracht. Die Infotafeln befinden sich am Chrüzliberg, am Lägernkopf, am Hundsbuck, auf der Ruine Stein, auf dem Martinsbergchänzeli, in der unteren Altstadt und im Bäderquartier.
Auf folgende Themen darf der Spaziergänger oder Wanderer sich freuen: «Halb Jura – halb Mittelland», «Lägernkopf», «Felsaufschluss aus der unteren Süsswassermolasse am Chrüzliberg», «der Teufelskeller», «auf Fossilienjagd», «ein See vor den Toren Badens», «weit gereist», «heisses Wasser aus der Tiefe», «Schotterfluren und Erosionsterrassen» sowie «das Gerippe einer Falte». Interessierte finden Antworten auf Fragen wie: Was hat der «Tüfels-Chäller» mit dem Teufel zu tun? Gab es einmal einen See vor den Toren Badens? Und was haben die Lägern und der Ennetbadener Geissberg gemeinsam? (kah)

Der Schartenfels ist die erste Station des Geopfads. ZVG

Der Schartenfels ist die erste Station des Geopfads. ZVG

Spreitenbach - Umwelt-Arena: Ist Ihr nächstes Auto grün?

Energie, Biodiversität, Recycling, Umweltschutz – wie gestalte ich mein eigenes Leben nachhaltiger? Und wie wird mein Zuhause umweltfreundlicher? Die Umwelt-Arena liefert Ideen und Anregungen, wie beispielsweise der eigene Energiebedarf gedeckt werden kann. Im Gebäude mit dem Photovoltaik-Dach präsentieren 45 Aussteller ihre Produkte und Visionen. Die Umwelt-Arena zeigt, mit welchen Massnahmen und Produkten Geld gespart und gleichzeitig die Umwelt geschont werden kann. Testen Sie die neusten Elektroautos, Segways und E-Bikes; lassen Sie sich die Möglichkeiten eines Zukunftshauses aufzeigen und werfen Sie einen Blick hinter die vielfältige Technologie des Baus. Die Arena ist eine Plattform für Firmen, Schulen und Familien, um ihre Umwelt aktiv kennen zu lernen. Durch Erleben, Begreifen und Vergleichen werden den Besuchern Zusammenhänge aufgezeigt.

Familien können auf einem Parcours spielerisch lernen, was es heisst, der Nachhaltigkeit verpflichtet zu sein. Vielleicht wissen Sie noch nicht, dass man mit einer Rutschbahn Strom erzeugen kann. Das Restaurant «Klima» kocht Saisonales, hergestellt aus Fairtrade-Produkten und Lebensmitteln aus der Region. Ein Film am Start des Rundgangs führt den Besucher in die Themen der Umwelt ein und weckt auch das Interesse von Kindern. Die Umwelt-Arena macht auf den Umgang mit Ressourcen aufmerksam und regt zum Handeln an. (LVO)

Nachhaltigkeit selber testen. Archiv/AZ

Nachhaltigkeit selber testen. Archiv/AZ

Niederweningen - Eine halbe Million Jahre in die Vergangenheit

Eine Reise in ausgesprochen ferne Zeiten kann man in Niederweningen, knapp ennet der zürcherisch-aargauischen Kantonsgrenze machen. Dort befindet sich die reichhaltigste Mammutfundstätte der Schweiz – bis heute sind mindestens zehn Mammutskelette gefunden worden, darunter ein ganz junges Kalb. Weitere Fossilfunde stammen von anderen eiszeitlichen Tieren wie Wollnashorn, Wildpferd, Steppenbison, Wolf und Höhlenhyäne. Das Mammutmuseum gibt einen Einblick in die spektakulären eiszeitlichen Funde der Gegend und zeigt auf einem grossen Wandbild, wie das Wehntal vor 45 000 Jahren ausgesehen hat. Vielfältige Ausstellungsobjekte führen auf dem «Zeitpfad» von der Besiedlung in geschichtlicher Zeit zur Pflanzen- und Tierwelt der Eiszeit sowie weiter zurück zu den Lebewesen des tropischen Jurameers. Auch über Landschaftsentwicklung und Klimawandel der vergangenen 500 000 Jahre erfahren die Besucher einiges. (NRO)

Imposantes Skelett. ZVG/Museum

Imposantes Skelett. ZVG/Museum

Windisch-Königsfelden - Audiovisuelle Guides: mit Königinnen auf Du und Du

Odo, Klosterbaumeister in Königsfelden, ist im Umgang mit Majestäten souverän. Schon Elisabeth, Witwe des in Königsfelden ermordeten Albrecht I., vertraute ihm – nun vertraut ihm auch Elisabeths Tochter, Königin Agnes. Sie hat nach dem Tod ihrer Mutter die Geschicke des im Bau befindlichen Klosters Königsfelden in die Hand genommen. Heute will Odo Agnes im Chor der Klosterkirche Königsfelden treffen. «Erstaunlich», denkt der Klosterbaumeister, «Frauen sind dort nicht zugelassen. Königin Agnes musste dafür den Papst um Erlaubnis fragen.» Odo geht weiter, bis er auf die Königin und Jakob, den Glasmalermeister, trifft. Das Trio vertieft sich ins Gespräch. Gab es ein solches im 14. Jahrhundert? Nein, aber es hätte sich so abspielen können. Vorausgesetzt Odo und Jakob wären historisch verbürgte und nicht fiktive Personen: Diese spielen zentrale Rollen in den audiovisuellen Guides, die das Museum Aargau kostenlos anbietet. Ton und Bild führen zu einer packenden Verlebendigung der Königsfelder Geschichte. (EF.)

Die Klosterkirche Königsfelden.

Die Klosterkirche Königsfelden.

Bözberg/Effingen - Dem höchsten Wasserfall im Aargau auf der Spur

Das Sagimülitäli zwischen den beiden Bözberger Ortsteilen Linn und Gallenkirch sowie der Station Effingen ist eine idyllische Oase der Ruhe. Dies, obwohl der Verkehr auf der Autobahn A3 beim Taleingang vorbeirauscht und dann vom Bözbergtunnel verschlungen wird.

Wer zu Fuss oder per Velo auf der Naturstrasse unterwegs ist, entdeckt in der Nähe des Steinbruchs, wie drei Bäche zusammenfliessen. Jeder dieser Bäche stürzt vorher über einen Wasserfall. Besonders eindrücklich ist der Wasserfall des Linner Bachs, der mit 5,4 Metern Fallhöhe vermutlich der höchste Wasserfall im Kanton Aargau ist. Derjenige des südlichen Seitenbachs Bächli liegt etwa 50 Meter talabwärts. Der Wasserfall des Gallenkircher Bachs liegt hinter einem Felsen westlich des Steinbruchs.
Auf der gerodeten Waldfläche Sagimülihalde weiden derzeit Ziegen. Sie helfen so mit, im Rahmen eines Projekts von Pro Natura den Gehölzwuchs einzudämmen. (CM)

Anreise mit öV: von Brugg mit Postauto Nr. 372 bis Linner Linde oder von Frick mit Postauto Nr. 137 bis Effingen Dorf oder Gallenkirch Schützenhaus. Verpflegung: aus dem Rücksack oder im Gasthof Bären beim Neustalden Bözberg.

Hier stürzt der Linner Bach über einen 5,4 Meter hohen Wasserfall in die Tiefe.

Hier stürzt der Linner Bach über einen 5,4 Meter hohen Wasserfall in die Tiefe.

Zurzibiet - Wandern ist des Winzers Lust

Was ist herbstlicher als farbiges Rebenlaub, prächtige Trauben und Wümmet? Dass dem Zurzibiet der Wein wichtig ist, wissen dank des Winzerfests auch «Auswärtige». Deutlich machen es die Zurzibieter aber auch mit ihrem Weinwanderweg.

Bereits 2005 wurde der von einigen engagierten Winzern der Gemeinden Tegerfelden und Döttingen initiierte Weinwanderweg eröffnet. Er erstreckt sich über 11 Kilometer entlang den sonnigen Hängen vom Aare- und Surbtal. Entlang des Weges finden sich interessante Schautafeln zum Zurzibiet.

Der Weinwanderweg bietet nicht nur wunderschöne Aussichten – mancherorts bis in den Schwarzwald – sondern auch da und dort die Möglichkeit einer Weindegustation. Vielleicht darf man gar dem einen oder anderen Winzer über die Schulter schauen, eine vorherige Anfrage ist aber empfehlenswert. 

Ausgangspunkte für den Weinwanderweg Zurzibiet sind Parkplätze oder öV-Haltestellen in Endingen, Unterendingen, Tegerfelden und Klingnau. Der Weg weist keine grösseren Steigungen auf, ist teils asphaltiert und auf der ganzen Strecke auch mit Kinderwagen gut befahrbar. Er eignet sich deshalb für einen Familienausflug (dann aber vielleicht ohne Weindegustation).

Wer nicht nur geniessen, sondern auch noch etwas lernen will, kann in Tegerfelden – der zweitgrössten Rebbaugemeinde des Aargaus – das kantonale Weinbaumuseum besichtigen. Es befindet sich in einer alten Trotte und bietet einen wunderschönen Gewölbekeller und eine Küferei.

Historisch spannend sind auch das einstige Judendorf Endingen mit seiner Synagoge oder das mittelalterliche Städtchen Klingnau. Und wer den Feldstecher dabei hat, könnte in Klingnau noch einen Abstecher zum Stausee einlegen und die Zugvögel beobachten. (NRO)

Das Weinbaumuseum in Tegerfelden.

Das Weinbaumuseum in Tegerfelden.

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