Mellingen
Siedlungsbau: Aus der grossen Kreuzzelg wird «neugrüen»

Der Infoanlass, zu dem Anwohner und Interessenten der neuen Siedlung eingeladen waren, war gut besucht. Das zu überbauende Gebiet wird den Namen «neugrüen» erhalten.

Carolin Frei
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«neugrüen» solle nicht nur für eine nachhaltige Bauweise stehen, sondern sei auch Garant für die Nähe zu Naherholungsgebieten

«neugrüen» solle nicht nur für eine nachhaltige Bauweise stehen, sondern sei auch Garant für die Nähe zu Naherholungsgebieten

«Gut 120 Personen haben sich angemeldet», sagt Cornelia Richter, Sprecherin der Bauherrin, Immobilienanlagen der Credit Suisse. Gerechnet hatte man gerade mal mit der Hälfte. Umso erfreuter zeigten sich die Gesichter der Organisatoren. Denn zu Beginn der Planungsarbeiten hatte das Grossprojekt da und dort für Bedenken und rund ein Dutzend Einwendungen gesorgt. An der Präsentation war von all dem nichts mehr zu spüren.

Als Erstes wurde ein Geheimnis gelüftet. Das zu überbauende Gebiet wird den Namen «neugrüen» erhalten. «neugrüen» solle nicht nur für eine nachhaltige Bauweise stehen, sondern sei auch Garant für die Nähe zu Naherholungsgebieten. Mit der Schaffung von kleinen Begegnungszonen wird der Siedlung die Anonymität genommen werden. Man soll sich begegnen können. «Mit unserem Projekt wollten wir ein bürgerliches Quartier schaffen, in dem sich die Bewohner daheim fühlen», unterstrich Dietrich Schwarz von Glassx-Architekten die Grundidee. Mittels einer Simulation auf einem Grossbildschirm nahm er die Gäste mit auf einen virtuellen Rundgang. Dario Filippi von der Implenia AG nannte als Starttermin der Bauarbeiten den 5. März. Und bat bei dieser Gelegenheit gleich um Verständnis für die Emissionen. «Ohne diese geht es nicht.»

Ob jung oder alt

Zugleich strich er aber auch den Vorteil hervor, den der übergeordnete Quartierschutz (Hochwasserschutz), der als Erstes in Angriff genommen wird, für das ganze Quartier bringe. Und Karin Hochueli von der Privera AG, die für die Erstvermietungen verantwortlich ist, betonte, dass alle, ob jung oder alt, als künftige Mieter willkommen seien. Für die 2600 m2 grosse Dienstleistungsfläche wären Interessenten erwünscht, die das bereits bestehende Mellinger Angebot ergänzen würden, meinte sie.

«neugrüen» kommt gut an

Beim anschliessenden Apéro standen die Verantwortlichen für individuelle Fragen Rede und Antwort. Eine kleine Umfrage unter den Gästen zeigte auf, dass das Projekt gut ankommt. Margrit Brack, deren Büro ans neue Quartier grenzt, befindet die Siedlung als eine Aufwertung des Gebiets. Dem schliesst sich Anwohner Ernst Rutishauser an. «Die Überbauung ist kein Einheitsbrei. Die Bauweise im Minergiestandard überzeugt. Zudem wird die Lenzburgerstrasse mit der Dienstleistungsfläche aufgewertet, lädt dann zum ‹Poschte› usw. ein.» Gabriela Pelosi, Anwohnerin an der Jurastrasse wird die schöne Aussicht vermissen, die sie bisher geniessen durfte. «Mir wurde jedoch versichert, dass die Überbauung keine Sonneneinschränkung für uns bedeute», meint sie noch nicht ganz überzeugt. Aber sie freut sich auf die Läden und all das Neue, das da kommen wird. Cornelia und Mirko Jentsch sind vom Projekt hell begeistert. Sie seien auf der Suche nach einem neuen Daheim. «Wir haben grosses Interesse, in eins der Reihenhäuser einzuziehen.»