Baden
Singen, Tanzen, Lachen: Bei «Zorro jagt den Carmenschatz» gehts rund

Die Kinderoper «Zorro jagt den Carmenschatz» wird morgen Nachmittag im Kurtheater aufgeführt. Mit Fechtkämpfen, Überfällen, Schattenspielen, Videoprojektionen, Slapstick und Tanz wird jede Menge Abwechslung und Unterhaltung geboten.

Daniel Vizentini
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Singen und gleichzeitig Schauspielen: Die Darsteller Felix Rathgeber und Jessica Fründ (v.l.) tun dies ganz selbstverständlich. Morgen Nachmittag spielen sie den Zorro im Kurtheater in Baden.Thomas Bünnigmann/zVg

Singen und gleichzeitig Schauspielen: Die Darsteller Felix Rathgeber und Jessica Fründ (v.l.) tun dies ganz selbstverständlich. Morgen Nachmittag spielen sie den Zorro im Kurtheater in Baden.Thomas Bünnigmann/zVg

Die Geschichte der Kinderoper «Zorro jagt den Carmenschatz» handelt von der Räuberin Carmen, die sich fälschlicherweise als Zorro ausgibt und für sich selber Sachen stiehlt. Später begegnet sie dann dem echten Zorro – und er lehrt sie: Klauen soll man nur von den Reichen, um damit den Armen zu helfen.

Morgen Sonntag wird die Kinderoper im Badener Kurtheater aufgeführt. Die Macher der Oper haben diese Woche dafür in Aarau geprobt. Dabei ging es vor allem darum, das Stück für das Kurtheater anzupassen. «In Deutschland spielten wir mit einem kleinen Kammerorchester», sagt Sänger und Schauspieler Felix Rathgeber, der im Stück den hinterhältigen aber tollpatschigen Pepe del Torre spielt.

In Baden wird das Stück hingegen mit dem Aargauer Symphonieorchester «Argovia Philharmonic» aufgeführt. Dabei wird das Orchester nicht von einem Graben aus das Geschehen auf der Bühne begleiten. «Die Musiker werden auf der Bühne stehen und in die Geschichte miteinbezogen», sagt Regisseur Martin Philipp. So etwa bei einer Szene, in der Pepe del Torre versucht, den Zorro betrunken zu machen, um ihm seine Tasche zu klauen. «Das Orchester trinkt dann mit und schläft ein», verrät Martin Philipp. «Die Musik fällt dann für eine kurze Weile aus.»

Kinder lassen sich mitreissen

Baden ist erst der zweite Ort, an dem die Kinderoper aufgeführt wird. Vor zwei Jahren wurde sie an den Opernfestspielen im deutschen Heidenheim gezeigt. Bei den Kindern sei sie gemäss Regisseur Martin Philipp gut angekommen. «Man merkte regelrecht, wie die Kinder bei den Fechtkämpfen mitfieberten», sagt er.

Die Schauspieler hingegen freuen sich über die Reaktionen der Kinder. «Kinder sind ein sehr dankbares und direktes Publikum», sagt Felix Rathgeber. «Wenn sie etwas nicht so toll finden, dann buhen sie auch.» Diese direkte Kommunikation mit dem Kinderpublikum schätze er sehr. «Man bekommt direkt die Lacher der Kinder zu spüren», fügt Zorro-Darsteller Daniel Pohnert hinzu. «Manchmal fürchten sie sich sogar oder machen lustige Zwischenbemerkungen, die man gleich ins Stück einbauen kann», sagt er.

In der Oper wird nicht ständig gesungen. Dialoge wechseln sich ab mit Operngesang oder Kampfszenen. Die Elemente sind vielfältig. «Musikalisch frisch, optisch frech und temporeich» sei die Oper, verspricht das Programm. Bei den Proben in Aarau hatten die Macher jedenfalls sichtbaren Spass miteinander: «Uh, ich mache das Z ja ständig verkehrt herum», merkte «Zorro» Daniel Pohnert nach einer halben Stunde Probe – und versetzte alle in Lacher. Wenn sich die gute Laune des Ensembles auf das Publikum im Kurtheater überträgt, dann ist der Erfolg garantiert.

Kinderoper Zorro jagt den Carmenschatz: So, 23. Februar, 15 Uhr, Kurtheater Baden.