Baden
Sklaverei, Liebe und Intrigen an der Kantonsschule Baden

Die Theatergruppe der Kantonsschule Baden probt das Stück «Der Eunuch». In der altlateinischen Komödie kämpfen zwei Männer um die gleiche Frau. Die Geschichte ins Rollen bringt ein Sklave, der eigentlich nur helfen will.

Andrea Ebneter
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Die Kantischüler proben das altlateinische Stück «Der Eunuch».

Die Kantischüler proben das altlateinische Stück «Der Eunuch».

Patricia Schoch/az

«Oh meine Thais, wie geht es dir? Hast du mich ein bisschen lieb, wegen der Musikantin, die jetzt bei dir ist?», fragt Thraso eine junge Frau. «Wie charmant, was für eine Begrüssung, wenn man ein Haus betritt», giftelt der Sklave Parmeno hinter einem Bühnenbildelement hervor. Die Theatergruppe der Kantonsschule Baden probt das Stück «Der Eunuch» von Terenz. Rund 15 Schülerinnen und Schüler versetzen sich seit den vergangenen Herbstferien jeden Mittwoch zurück in die Antike.

«Es ist eine lustige, altlateinische Geschichte über Zufall, Liebe und Intrigen», beschreibt Hans Jörg Schweizer das Stück. Er ist ehemaliger Lehrer der Kantonsschule und hat das Stück vom Lateinischen ins Deutsche übersetzt. Er begleitet die Proben der Theatergruppe, die von den beiden Lehrern Ardina Nehring und Karl Werner Modler geleitet werden.

Die Geschichte «Der Eunuch» handelt vom jungen Athener Phaedria, der sich in die Gesellschaftsdame Thais verliebt hat – genauso wie der Offizier Thraso. Beide geben sich ausserordentlich Mühe, Thais für sich zu gewinnen. Phaedrias Bruder Chaerea kommt ins Spiel, als Thraso Thais ein junges Mädchen mit Namen Pamphila schenkt. Chaerea verliebt sich in Pamphila. Er schleicht sich mit einem hinterlistigen Trick in das Haus von Thais und kommt so an das Mädchen Pamphila. Thraso und Phaedria einigen sich schliesslich in ihrem Wettkampf um Thais – «der Zufall lenkt die Geschichte», so Schweizer.

Der Kantischüler Alex spielt den Thraso. «Thraso ist voll und ganz von sich überzeugt», sagt Alex. «Das Lustige an der Rolle ist, dass ihn alle andern ständig auf den Arm nehmen – und er es einfach nicht merkt.» Schauspielkollegin Isabel steckt in der Rolle von Gnatho. «Er ist Thrasos Anhängsel, ein Parasit, der auf Kosten anderer lebt», sagt Isabel. «Und er liebt es, zu essen.» Die Rolle von Parmeno, dem Haussklaven der Brüder Chaerea und Phaedria, übernimmt Timo. «Ich als Parmeno helfe den Brüdern, Probleme zu lösen», sagt Timo. «Ein Lösungsvorschlag geht dann aber gründlich schief.» Nämlich der, der die ganze Geschichte ins Rollen bringt.

Premiere: Freitag, 22. Februar, 20 Uhr. Weitere Vorführungen: Samstag, 23. Februar, 20 Uhr; Sonntag, 24. Februar, 17 Uhr; Freitag, 1. März, 20 Uhr; Samstag, 2. März, 20 Uhr; Sonntag, 3. März, 17 Uhr.

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