Fahrdienst
So kinderleicht werden Aargauer bei Uber zum Taxi-Chauffeur

Diese Voraussetzungen müssen Autolenker erfüllen, um für Uber arbeiten zu dürfen.

Nicola Imfeld
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Möchte man als Uber-Fahrer tätig sein, muss man sich zwischen den drei Uber-Kategorien "Uber Pop", "Uber X" und "Uber Black" entscheiden. (Archivbild)

Möchte man als Uber-Fahrer tätig sein, muss man sich zwischen den drei Uber-Kategorien "Uber Pop", "Uber X" und "Uber Black" entscheiden. (Archivbild)

KEYSTONE/AP/ERIC RISBERG

Dass Aargauer nicht Autofahren können, ist ein bekanntes Vorurteil und des Zürchers liebster Spruch, wenn er auf eine Aargauerin oder einen Aargauer trifft. Entweder kennt der US-Fahrdienst Uber dieses Vorurteil nicht oder er schert sich schlicht und einfach nicht darum. Denn auch als Aargauer ist es kinderleicht, sich als Uber-Fahrer zu registrieren und so seine Finanzen etwas aufzubessern. Zuerst muss man sich für eine der drei Uber-Kategorien entscheiden: UberPop, UberX oder UberBlack.

Erstere steht in der Kritik und wird auch am häufigsten genutzt, weil er für die Kunden am günstigsten ist. Der US-Konzern bewirbt diese Kategorie für Neueinsteiger mit den Worten: «UberPop ist für Freizeitfahrer geeignet, die nicht professionell Auto fahren. Auf UberPop kannst du als private Person ab und zu fahren und dein Sparschwein aufstocken.»

UberX und UberBlack sind Angebote für professionelle Fahrer, die für den Kunden mehr kosten und seltener gebraucht werden. Dementsprechend gibt es auch weniger UberX- oder UberBlack-Fahrer in der Schweiz und im Kanton Aargau.

Diese Anforderungen stellt Uber an seine Chauffeusen und Chauffeuren für die jeweiligen Kategorien:

  • UberPop: Ein Fahrer muss mindestens 21 Jahre alt sein, seit einem Jahr den Führerausweis besitzen und einen Strafregisterauszug ohne Einträge ausweisen können. Ausserdem darf das Auto nicht älter als zehn Jahre sein und muss vier Türen haben. Wohlen nach Aarau: 37-49 Franken
  • UberX: Im Gegensatz zu den «Freizeitfahrern» braucht ein UberX-Lenker einen Führerausweis mit der Kategorie B 121, einen Fahrtenschreiber und eine BPT-Zulassung, die einen berufsmässigen Personentransport ermöglicht. Wie bei UberPop braucht der Fahrer auch in dieser Kategorie einen lupenreinen Strafregisterauszug und ein Auto mit vier Türen, das nicht älter als zehn Jahre ist. Wohlen nach Aarau: 46-61 Franken
  • UberBlack: Die Edel-Kategorie des US-Konzerns stellt an seine Chauffeure dieselben Vorschriften wie UberX. Bei den Fahrzeugen gibt es aber markante Unterschiede: Der Lenker muss einen Mercedes E- oder S-Klasse, BMW7, Audi A8, Tesla S oder Tesla X fahren und das Auto darf maximal 5-jährig sein. Wohlen nach Aarau: 92-122 Franken

Uber verspricht seinen Fahrern eine wöchentliche Auszahlung. Man könne selber entscheiden, wie lange und wie oft man unterwegs sei, schreibt das Unternehmen auf seiner Internetseite.
Gerade dieser Aspekt stösst den Kritikern sauer auf. Sie sagen, dass die nicht lizenzierten Fahrer viel zu lange hinter dem Steuer sitzen und oft übermüdet seien. Uber verweist auf die Eigenverantwortung «jedes einzelnen».