Fislisbach
So machen Kanti-Schüler Kindern die Solarenergie schmackhaft

Drei Kanti-Schüler aus Aarau absolvieren den praktischen Teil ihrer Arbeit mit einer Solar-Werkstatt in der Grundschule.

Erna Lang-Jonsdottir
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Solarenergie
13 Bilder
Solar-Glühlampe
Solarboot
Posten Stromverbrauch im Haushalt
Solar-Rennwagen
Ferdi Kaiser aus Wittnau kam mit seinem Solarmobil
Zwei Kuchen in den Solar-Backofen
Was könnte noch alles mit Solartechnik erfunden werden
Posten Solarbetriebene Spielzeuge und mehr
Windradkonstruktion
Solar-Flugzeug
Kinder werden ins Thema eingeführt
Solar-Tattoos

Solarenergie

Aargauer Zeitung

Kuchen aus dem Solarbackofen, ein Ei aus dem Solarkocher, eine Wurst und einen Kaffee aus dem Solar-Wurst-«Brötler», bitte sehr? Was alles mit Sonnenenergie und Technik möglich ist, wie viel Strom die gängigsten Haushaltgeräte verbrauchen und wozu es erneuerbare Energien braucht – damit befassen sich 77 Viert- und Fünftklässer der Grundschule Fislisbach. Denn heute unternehmen sie einen Rundgang durch die Solar-Werkstatt der Maturanden Yves Scherrer, Patrick Beranek und Alessandro Renna, die aus mehreren Posten und einem Wettbewerb besteht.

Kinder erfinden Solarrakete

Die Kinder lassen sich in die Welt der Solarenergie entführen, hören konzentriert zu und machen aktiv mit; zum Beispiel beim Solar-Memory, beim stromerzeugenden Velo, das einen Haartrockner antreibt, oder beim Solarbrettspiel. Sie grübeln über Schätz- und Wissensfragen, erhalten Tipps für das Stromsparen im eigenen Haushalt und dürfen sich mit Schablonen Symbole von Umweltschutzorganisationen auf die Arme malen.

Die Schülerinnen und Schüler staunen darüber, was alles mit Solarenergie betrieben werden kann. Dabei werden sie selber zu Erfindern: An einem der Posten geben sie ihre Ideen ab, was nebst Flugzeugen, Schiffen, Kameras und Autos sonst noch von Solarenergie angetrieben werden könnte. Und die Einfälle sind gut: Der Solarrollstuhl von Florian und der Solarpool von Jennifer gewinnen den ersten Rang. Die Solarachterbahn von Rebecca und die Solarjacke von Pasquale landen auf dem zweiten, während die Solarrakete von Luca und Matthias und der Solartransportwagen auf dem dritten Platz landen.

Spielerische Experimente

Auf dem Schulhausplatz lockt ein Posten mit Spielzeugen und anderen Konstruktionen, die durch Sonnenlicht betrieben werden können. Im Solarbackofen gehen zwei Kuchen auf, «die bei Sonnenlicht rund drei Stunden Backzeit benötigen», weiss Ferdi Kaiser aus Wittnau im Fricktal. Der pensionierte Primarlehrer ist Vorstandsmitglied der Regionalgruppe Aargau der Schweizerischen Vereinigung für Sonnenenergie (SSES) und unterstützt die drei Kanti-Schüler auf ihre Anfrage. «Die Kinder sind beeindruckt. Das Verständnis für erneuerbare Energien braucht Zeit», sagt er. Das zeige sich in der aktuellen Politik, fügt er hinzu.

Scherrer ist am Ende des zweistündigen Rundgangs der ersten Gruppe zufrieden: «Die Kinder wa-ren sehr interessiert. Sie haben spielend experimentiert und viele Infos erhalten.» Ihr Ziel, die Kinder auf möglichst einfache Art und Weise auf die Thematik aufmerksam zu machen, sei ihnen gelungen. «Ich hoffe, dass sie sich das Erlernte einprägen und es besser machen. Diese Generation ist unsere Zukunft.»