Baden
So viele Teilnehmer wie noch nie am Badener Limmat-Lauf

1600 Läufer haben es bis ins Ziel geschafft. Den Streckenrekord brach allerdings keiner von ihnen

Alexander Wagner (Text und Fotos)
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Die Männer der Badener Stützpunktfeuerwehr liefen in voller Montur
Jutta Brod aus Konstanz siegte bei den Frauen.
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AZ

Die Halde hinauf kommt jeder Läufer ins Keuchen. Die einen etwas mehr, die anderen stecken die Steigung besser weg. Je nach Trainingszustand, Tempo und Ambitionen. Dass die Feuerwehrmänner der Stützpunktfeuerwehr Baden deutlich mehr ins Schnaufen kamen als alle anderen, war nicht verwunderlich, dafür umso bewundernswerter. Rannten sie doch nicht nur in voller Montur, sondern mit Maske und schweren Flaschen auf dem Rücken.

Aber auch der eine oder andere Läufer, ohne schwere Ausrüstung und Zusatzgepäck, kam in der Halde schon mal in Atemnot. Trotzdem haben es dieses Jahr so viele wie nie ins Ziel geschafft: 1600 Athleten beendeten den Badener Limmat-Lauf. Die Bedingungen für die Läufer, vom kleinen Dreikäsehoch der seinen allerersten Lauf in seinem noch kurzen Leben bestritt, bis zum äusserst routinierten Läufer, der seit Jahrzehnten bei jeder Laufveranstaltung dabei ist, waren optimal. Nicht zu kalt und keine knallend heisse Sonne. Trotzdem reichte es zwar zu einem neuen Teilnehmerrekord, jedoch nicht zu einem Streckenrekord.

Bekannte und neue Gesichter

Bei den Frauen siegte mit Jutta Brod eine alte Bekannte. Sie wohnt zwar in Konstanz am Bodensee, ist jedoch bei zahlreichen Läufen im Aargau ein Stammgast und diesmal war sie nicht nur in ihrer Kategorie, sondern insgesamt die Schnellste. Auf dem dritten Rang landete mit Brigitte Mc Mahon die einzige Olympiateilnehmerin. Sie war bei den Spielen 2000 in Sydney dabei. Beste Aargauerin war Joana Umbricht aus Wettingen auf dem fünften Rang, dicht gefolgt von Irene Marrel vom Triathlon Club Baden. Bei den Männern setzte sich mit Ahmed El Jaddar ein neues Gesicht durch. Bester Aargauer war das Badener Urgestein Hansjörg Brücker. Er kennt natürlich jeden Abschnitt seiner Heimstrecke bestens und gewann seine Alterskategorie.

Am Anschlag mit Infrastruktur

Auch die Organisatoren zogen ein rundum erfreuliches Fazit: «Es war sensationell», meinte Jacqueline Keller, die selber eine erfolgreiche Läuferin ist. Gerne würden sie noch mehr Läufer in Baden begrüssen. «Doch wir müssen sagen, dass wir von der Infrastruktur her an die Grenzen gekommen sind», erklärt Keller und ergänzt: «Ich weiss nicht, wie es gelaufen wäre, wenn wir schlechtes Wetter gehabt hätten». Dann wäre es in und um die Aue wohl noch enger und logistisch schwieriger geworden.

Nicht der einzige Wettkampf

Als besondere Freude durfte sie bei der Siegerehrung auch ihren eigenen Sohn ehren, der die Kurzstrecke über vier Kilometer gewann. Nicht die Originaldistanz unter die Füsse genommen hat Samuel Keller nur, weil an diesem Wochenende noch ein weiterer Wettkampf auf dem Programm stand. Doch bei seinen vier Kilometern ist er kaum ins Keuchen gekommen – ganz im Gegensatz zu vielen anderen seiner 1600 Laufkollegen.

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