Baden
So wirbt die Informatikbranche um die Cracks von morgen

Im Kurs «Hack an app in one week» entwickelten die Bezirksschüler unter Anleitung von Informatikern ihre eigene App für eine Schülerzeitung. Neben dem Informatik-Kurs beeindruckte die Bezirksschule Baden mit einem breiten Kursangebot.

Florian Zimmermann
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Melanie Moser (15) «Ich dachte am Anfang, ich hätte den falschen Kurs gewählt. Letztlich gefiel er mir aber sehr. Ich hätte nicht gedacht, dass die Entwicklung einer App so aufwendig ist.»
Christoph Lanter (15) «Ich bin eigentlich nicht so der Computerfreak, aber die Kursleiter haben den Stoff gut vermittelt. Als wir selbstständig arbeiten konnten, war das Projekt besonders spannend. Ich konnte verschiedenes ausprobieren, und auch mal was falsch machen.»
Amanda Marx (11) «Ich fand den Kurs super und ich habe auch viel gelernt. Da die Projektleiter jeden Arbeitsschritt erklärten, kam ich gut zurecht. Es ist gar nicht so kompliziert, wie man meint. Informatikerin möchte ich später trotzdem nicht werden.»
Linus Küng (14) «Der Kurs war sehr interessant, obwohl der Lernstoff manchmal recht trocken war. Informatiker ist aber trotzdem nicht mein Traumberuf. Er enthält für meinen Geschmack zu viel Mathematik.»
Rachel Gottschall (14) «Am Montag fand ich den Kurs noch langweilig. Da war alles sehr theoretisch. Das Design zu entwickeln, machte mir hingegen sehr Spass, obwohl ich vorher nicht viel mit Computern zu tun hatte. Ich könnte mir vorstellen, später Informatikerin zu werden.»
Künstler am Werk
Katze nach Vorlage
Das Orchester bei der Probe
Die Drachenbauer unterwegs zum Testflug

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Christoph Voellmy

«Die Jugendlichen beherrschen Tastenkombinationen, die selbst mich beeindrucken», sagte Marcel Thomann, Applikationsentwickler der Axpo Informatik AG.

Die 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kurses «Hack an app in one week» entwickelten eine eigene Schülerzeitung als App.

Der von der Axpo finanzierte Kurs war mit 30 anderen Angeboten in die Kurswoche der Bezirksschule Baden integriert.

Schüler kreierten die App selbst

«Die Nachfrage nach unserem Kurs war erstaunlich hoch», sagt Christoph Baumann, Principal Consultant der ti&m AG, der das Projekt betreut.

Die Schüler legten die Features, also die Funktionen, die die App können muss, selber fest. Das Design und den Aufbau zeichneten die jungen Entwickler auf und setzten den Entwurf anschliessend um.

Die beiden Firmen handelten auch im eigenen Interesse: «Wir wollen bei den Jugendlichen die Faszination für unseren Beruf wecken», sagte Baumann.

Die Nachfrage nach IT-Fachkräften steige zunehmend. Neben dem Informatik-Kurs beeindruckte die Bezirksschule Baden mit einem breiten Kursangebot.

Grosse Abwechslung

Die Musikalischen wirkten im Orchester mit, die Künstler schufen grosse Wandmalereien. Die Sportlichen besuchten eine polysportive Woche. Sie wurde von Klubmitgliedern der jeweiligen Sportart unterrichtet.

Vom Drachen basteln bis zum Spanisch-Crashkurs waren viele Kurse im Angebot. Renate Hoffmann, Schulleiterin der Bezirksschule, zieht ein positives Fazit: «Wenn sich Schülerinnen und Schüler einem selbst gewählten Thema widmen können, ist die Motivation hoch.»

Die Idee sei aus dem Schülerforum gekommen. «Dies bestärkt uns, die Schülermitsprache weiterhin zu fördern», sagte Hoffmann.