Würenlos
Sogar der Samichlaus sagte Danke

Nach drei Legislaturen wurde Gemeindeammann Hans Ulrich Reber gleich mehrfach verabschiedet

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176 Stimmberechtigte nahmen an der letzen Gemeindeversammlung von Gemeindeammann Hans Ulrich Reber teil.
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 Der langjährige Gemeindeamann Hans-Ulrich Reber (r.) wird an der Winter-Gmeind in der Mehrzweckhalle Würenlos verabschiedet. Zuvor gratuliert er dem "Aargauer des Jahres", Arzt Markus Wopmann (links) zu seiner Auszeichnung. Wopmann wohnt in Würenlos.
Der Langjährige Gemeindeammann Hans Ulrich Reber (r.) wird vom Samichlaus gelobt.
Verabschiedung Hans-Ulrich Reber Der langjährige Gemeindeamann Hans-Ulrich Reber (r.) wird an der Winter-Gmeind in der Mehrzweckhalle Würenlos von seinem Nachfolger und bisherigen Vizeammann Anton "Toni" Möckel verabschiedet.
Verabschiedung Hans-Ulrich Reber Der langjährige Gemeindeamann Hans-Ulrich Reber (r.) wird an der Winter-Gmeind in der Mehrzweckhalle Würenlos von Regierungsrat Markus Dieth verabschiedet.
Die letzt Gemeindeversammlung von Gemeindeammann Hans Ulrich Reber

176 Stimmberechtigte nahmen an der letzen Gemeindeversammlung von Gemeindeammann Hans Ulrich Reber teil.

Sandra Ardizzone

Mit der Gemeindeversammlung am Dienstagabend ist in Würenlos nicht nur die laufende Legislatur zu Ende gegangen, sondern auch eine Ära: Nach 12 Jahren im Amt wurde Gemeindeammann Hans Ulrich Reber (SVP) verabschiedet. Deshalb sassen im Publikum nicht nur Würenloser Stimmberechtigte, sondern auch Weggefährten Rebers. So der Killwanger Gemeindeammann Werner Scherrer (SVP), Priorin Irene vom Kloster Fahr und Markus Dieth (CVP), Regierungsrat und ehemaliger Wettinger Gemeindeammann.

Nach dem die Traktanden abgehandelt, das Budget in trockenen Tüchern und der Kauf des Pfarrhauses unter Dach und Fach waren, liess es sich der abtretende Gemeindeammann nicht nehmen, einen ganz besonderen Würenloser zu ehren: Markus Wopmann, den Chefarzt der Kinderklinik am KSB und Aargauer des Jahres. Reber sprach ihm seinen Dank aus für sein grosses Engagement für die Kinder und Jugendlichen.

Der eigentliche Höhepunkt des Abends galt jedoch dem Ammann selber. Gleich drei Reden waren ihm gewidmet. Anton Möckel (parteilos), künftiger Gemeindeammann und amtierender Vize, dankte Reber für sein unermüdliches und langjähriges Schaffen. «Dein Humor hatte in mancher Situation etwas Befreiendes.» Reber habe in allen Belangen immer umsichtig gehandelt. Als Abschiedsgeschenk erhielt der Ammann eine Tafel, auf der alle seine Verdienste aufgelistet sind. Später durften die Würenloser die Tafel unterschreiben. Reber bekam noch ein weiteres Geschenk überreicht: Damit er künftig trotz viel Verkehr im Dorf schnell von A nach B kommt, schenkte die Gemeinde ihm einen Gutschein für ein E-Bike.

Auch Markus Dieth bedankte sich bei Reber. «Du warst für mich eine wichtige Unterstützung, als ich Gemeindeammann von Wettingen wurde.» Würenlos könne stolz sein auf Reber. «Du warst ein stiller aber intensiver Schaffer.» Dieth schenkte ihm ein nicht ganz ernst gemeintes Survival-Paket für den Wald mit Sackmesser, Zigarre und Bündner Röteli.

Nach dem Auftritt des Frauenchörlis setzte Reber zu seiner Abschiedsrede an, als er durch ein Poltern an der Tür der Mehrzweckhalle unterbrochen wurde, und der Samichlaus mit zwei Schmutzli zur Bühne schritt. Doch Reber liess sich nicht beirren und hiess den Chlaus warten. Erst als er seine Dankesrede an die Bevölkerung und seine Wegbegleiter beendet hatte, durfte der Samichlaus sprechen. «Du warst ein cheibe gueter Gemeindeammann. Nun ist deine Ära vorbei, hast es gut gemacht und jetzt gehen wir zum Apéro.» Das liess sich der Gemeindeammann nicht zweimal sagen, nahm mit Freude das Samichlaussäckli entgegen und schritt mit Chlaus und Schmutzli zum Buffet.

So haben die Stimmbürger entschieden

Die 176 anwesenden Stimmberechtigten haben an der Gemeindeversammlung vom Dienstagabend das Budget 2018 mit einem Steuerfuss von neu 106 Prozent mit grosser Mehrheit genehmigt. Damit passt die Gemeinde entsprechend dem dreiprozentigen Steuerfussabtausch mit dem Kanton ihren eigenen Steuerfuss von 109 auf 106 Prozent an. Der Antrag der FDP, wonach bei künftigen Investitionsvorhaben nebst den einmaligen Kosten auch wiederkehrende Kosten aufgezeigt werden sollen, wurde mit grosser Mehrheit angenommen. Auch dem Kauf der Liegenschaft des reformierten Pfarrhauses stimmten die Anwesenden mit grosser Mehrheit zu und genehmigten dafür einen Verpflichtungskredit von 1,85 Millionen Franken. Auch den übrigen Anträgen haben die Anwesenden mit grosser Mehrheit zugestimmt. Dazu gehören die Abrechnung für den Bau des Grundwasserpumpwerks Tägerhardwald, die Einbürgerungen sowie das Gebührenreglement für die Feuerungskontrollen.