Baden
Sorge über mögliche Krawalle begleitet Vorfreude auf den FCZ

Die Vorbereitungen auf das Cup-Spiel zwischen dem FC Baden und dem FC Zürich laufen auf Hochtouren. Begleitet werden sie von einer Portion Anspannung. Ausschreitungen würden den FC Baden teuer zu stehen kommen.

Martin Rupf
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FCZ-Fans zünden eine bengalische Fackel am Match gegen den FC Aarau vom 26. September 2013 im Zürcher Letzigrund.

FCZ-Fans zünden eine bengalische Fackel am Match gegen den FC Aarau vom 26. September 2013 im Zürcher Letzigrund.

Keystone

Vier Jahre ist es her, als sich der 1.-Ligist FC Baden im Schweizer Cup zum letzten Mal mit einem Team aus der obersten Spielklasse duellierte. Nach heroischem Kampf unterlag Baden den Berner Young Boys 1:3. Dieses Wochenende steht nun der nächste packende Cup-Fight an – zu Gast im Achtelfinal ist der FC Zürich aus der Super League.

Thomi Bräm, Präsident des FC Baden, freut sich riesig auf das Spiel am Samstag: «Wir erwarten natürlich viele Zuschauer und eine tolle Stimmung.» Es seien bereits 2500 Tickets – davon rund 850 Tribünenplätze – verkauft worden. «Es hat noch ein paar wenige Tribünenplätze», so Bräm. Eine Ersatztribüne werde es aber nicht geben. Insgesamt fasst das Stadion Esp rund 7000 Zuschauer.

Sonderzug war nicht möglich

Zur Vorfreude gesellt sich aber auch eine Portion Anspannung. Dies hat einen guten Grund: Vor vier Jahren kam es im Nachgang zum Cup-Spiel zu Scharmützeln zwischen den beiden Fan-Lagern. Die Folge: Die gesamten Einnahmen der Tribüne mussten für die Sicherheitskosten aufgewendet werden. «Wir hoffen natürlich – und appellieren auch an alle Fans –, dass nichts passiert», sagt Bräm.

Sollte dieser Wunsch in Erfüllung gehen, würden dem FC Baden dank dem Cupspiel Einnahmen von 50 000 Franken winken. «Das wäre ein enorm wichtiger Zustupf, da sich der FC Baden gerade in einer Sanierungsphase befindet», hält Bräm fest.

Polizei ist vorbereitet

Für die Sicherheit im Stadion ist der FC Baden verantwortlich. Ausserhalb sorgt die Kantonspolizei zusammen mit der Stadtpolizei für Ordnung. «Wir haben Erfahrungen mit solchen Fussballspielen», sagt Peter Kaltenrieder von der Kapo Ost. Das Aufgebot für das Cupspiel sei im üblichen Rahmen für solche Fussballspiele gegen eine Mannschaft aus der Super League. «Wir werden im ganzen Stadtgebiet, beim Bahnhof und natürlich rund ums Stadion präsent sein», so Kaltenrieder.

Für das Verkehrskonzept zeichnet die Stadtpolizei Baden verantwortlich. «Wir empfehlen, mit den öV an das Spiel zu fahren», sagt Polizeikommandant Martin Brönnimann. Weshalb werden die Fans aus Zürich nicht direkt mit dem Zug in Dättwil oder über Mellingen-Heitersberg eingefahren? «Die Betreiber des öffentlichen Verkehrs haben früh informiert, dass kein Sonderzug gestellt wird», sagt Brönnimann. Zudem erfülle der ehemalige Bahnhof Dättwil die Sicherheitsstandards nicht mehr.

Weiter habe die Stadtpolizei alle Geschäfte in der Nähe des Bahnhofs angeschrieben und sie darauf aufmerksam gemacht, dass am Samstag mit erhöhtem Personenaufkommen zu rechnen sei, sagt Brönnimann.

Weitere Infos zum Cupspiel finden sie unter: www.fcbaden.ch

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