Wettingen
SP strebt Sitzgewinn im Einwohnerrat an – Maibach und Ernst treten wieder an

Die Partei will bei den Wahlen im Herbst im Einwohnerrat zulegen. Die beiden Gemeinderäte Kirsten Ernst und Markus Maibach stellen sich erneut der Wahl.

Sabina Galbiati
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Gemeinderat Markus Maibach und Gemeinderätin Kirstin Ernst

Gemeinderat Markus Maibach und Gemeinderätin Kirstin Ernst

ZVG/GAL

Die SP Wettingen ist die erste der vier grossen Parteien in Wettingen, die ihre Nominationsveranstaltung für die Gesamterneuerungswahlen im Herbst abgehalten hat. Wie zu erwarten war, stellen sich die amtierenden Gemeinderäte Markus Maibach und Kirsten Ernst zur Wiederwahl. Maibach ist seit 2014 im Gemeinderat und hat Anfang Jahr das Ressort Finanzen vom ehemaligen Gemeindeammann Markus Dieth (CVP) übernommen. Kirsten Ernst wurde im vergangenen Herbst als Ersatz für Yvonne Feri (SP) in die Exekutive gewählt. Ernst ist derzeit auch Mitglied der Schulpflege. Sie wird die Legislatur noch beenden, steht aber nicht mehr zur Wiederwahl in die Schulpflege zur Verfügung.

Für den Einwohnerrat stellen sich 17 Kandidaten und Kandidatinnen zur Wahl. Darunter auch die acht bisherigen Einwohnerräte mit den Co-Fraktionspräsidenten Lea Schmidmeister (Grossrätin) und Alain Burger. Ursprünglich stellte die SP nach den Gesamterneuerungswahlen 2013 neun Einwohnerräte. Allerdings wechselte Martin Spörri im letzten Jahr zur BDP. Nun will die SP bei den Wahlen im Herbst auf zehn Sitze kommen. «Wir haben beim Wähleranteil für die Grossratswahlen im Herbst erneut zulegen können», sagt Co-Ortsparteipräsident und Einwohnerrat Christian Oberholzer. Entsprechend sei das Ziel von zehn Sitzen realistisch. Die Zahlen zeigen: Die Partei hat in Wettingen rund 3,25 Prozent zulegen können; holte sie bei den Grossratswahlen 2012 noch 17,27 Prozent der Stimmen, war es 2016 ein Anteil von 20,56 Prozent. Bei den letzten kommunalen Erneuerungswahlen 2013 kam die Partei auf einen Stimmenanteil von 17,81 Prozent.

Einwohnerrätin Kristin Lamprecht will nicht nur ihren Sitz in der Legislative halten, sondern kandidiert neu auch für die Schulpflege. Die Behörde wird ab 2018 nur noch aus fünf statt sieben Mitgliedern bestehen, sofern das Volk am 21. Mai der Änderung in der Gemeindeordnung zustimmt. Erst in der letzten Einwohnerratssitzung hatte sich Kristin Lamprecht für die Beibehaltung der Löhne für die Schulpflegemitglieder stark gemacht, allerdings ohne Erfolg. Die Mitglieder erhalten ab kommendem Jahr nur noch 8000 statt 10 000 Franken; der Präsident 20 000 statt 30 000 Franken.

Beatrice Boehringer stellt sich weiterhin für die Steuerkommission zur Verfügung.