«Mir sind e Schuel, wo eifach zwäg isch.» Diese Strophe sangen am Montag die Primarschüler aus Mägenwil beim Spatenstich der neuen Doppelturnhalle an der Lettenstrasse. Es ist noch schwer vorstellbar, aber in zwei Jahren soll auf dem grünen Feld ein Teil des künftigen Dorfzentrums entstehen, in dem Kinder und Sportvereine täglich ein und aus gehen.

Doppelturnhalle Mägenwil: Die Primarschüler singen anlässlich des Spatenstichs.

Doppelturnhalle Mägenwil: Die Primarschüler singen anlässlich des Spatenstichs.

An der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom 25. September 2014 bewilligte die Einwohnergemeindeversammlung von Mägenwil einen Kredit von insgesamt 18,6 Millionen Franken. Dieser soll die Erweiterung des Schulhauses und den Bau einer Doppelturnhalle möglich machen. Nachdem das Baugesuchsverfahren erfolgreich abgeschlossen wurde, steht dem Bau nichts mehr im Wege.

Meilenstein für die Gemeinde

Der Baubeginn wurde mit Ansprachen von Architekt Ingemar Vollenweider und Vertretern der Baukommission Schulraum, gefeiert. Auch Gemeindeammann Daniel Pfyl beteiligte sich mit einer kleinen Rede. Die Kinder hatten mit ihren Lehrern eigens für den Spatenstich ein Lied einstudiert. Sie trugen es in leuchtend gelben Westen mit der Aufschrift «Spatenstich» vor.

Nun könne nach zweieinhalb Jahren «virtueller Planung» endlich das Bauen draussen starten, freute sich Architekt Ingemar Vollenweider. Obwohl es in Strömen regnete, zeigten die Gäste fröhliche Gesichter: «Wenn der Boden so weich ist, geht es besser mit Schaufeln», sagte auch Vollenweider humorvoll.

Vizeammann und Präsident der Baukommission Schulraum, Christian Habegger, sagte: «Der Spatenstich ist ein Meilenstein für unsere Gemeinde.» Und Daniel Habegger ergänzte: «Es ist schön, wenn man so einen Grundstein für die nächste Generation legen kann.» Diese musste nach dem Spatenstich zunächst aber wieder in die Schule zurück – während sich die Projektleiter, Gemeindevertreter und Interessierten bei einem Apéro weiter über den Ausbau des Schulgeländes unterhalten durften.

Der Ausbau de Schulanlage war nötig geworden, weil sie zu wenig Platz für die immer grösser werdende Anzahl an Schüler bietet. Zudem muss die Schule seit dem Wechsel zum Schulsystem 6/3 auch Platz für eine 6. Primarklasse bieten. Und eine Doppelturnhalle sei wichtig, um Schulsport und Sportvereinen genügend Raum zu geben, hatten Vereinsvertreter schon bei der Planung erklärt.

Deshalb lancierte die Gemeinde 2011 einen Wettbewerb, den die Jessenvollenweider Architektur AG aus Basel mit ihrem Projekt «Agora» gewann (az berichtete). «Agora» beinhaltet einen Ausbau des bestehenden Schulhauses. Der Entwurf erlaubt in Zukunft bei Bedarf eine weitere Vergrösserung des Gebäudes. Auch die Doppelturnhalle ist mit Blick auf das Bevölkerungswachstum ausgelegt: Sie ist so konzipiert, dass später um eine dritte Halle ergänzt werden kann.