Badibilanz 2016
Spätsommer rettet nach katastrophalem Start die Saison

Hundewetter im Mai, Hochsommer im September: Ganz so schlecht wie zu Beginn befürchtet, ist dieser Sommer für die Freibäder der Region doch nicht gelaufen.

Karin Renold
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Freibäder der Region Baden
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Baden, Freibad: 95 000 Eintritte Im Freibad Baden ist die Stimmung beim Rückblick auf den Sommer sehr gut. Badmeister René Saurenmann ist absolut zufrieden. «Die 100 000-Marke vom letzten Jahr konnten wir zwar nicht knacken, der gute September hat uns aber aus dem Tief geholt.» Die gezählten 95000 Eintritte entsprechen ungefähr dem budgetierten Wert. Einen Rückgang beim Verkauf von Saisonabonnementen wegen des schlechten Sommerstarts konnte das Freibad nicht bemerken. «Wir erlebten einen Sommer ohne spezielle Vorkommnisse, deswegen ist es eine gute Saison für uns», meint René Saurenmann. Für die Saison 2017 sind neben kleinen Renovationen keine Änderungen geplant.
Wettingen, Gartenbad Tägi: 70 000 Eintritte «Der Juni war katastrophal.» Kurt Müller, Betriebsleiter des Gartenbads Tägi in Wettingen, bringt sein Fazit mit dieser Aussage auf den Punkt. Die herrlichen Herbsttage verhinderten aber Schlimmeres. Müller: «Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen.» Gegenüber 2015 zählte das Gartenbad weniger Besucher und auch die Anzahl der verkauften Saisonabos liegt unter dem Vorjahreswert. «Gemessen an den rund 70 000 Eintritten war es aber dennoch ein durchschnittliches Jahr und die Gesamteinnahmen zufriedenstellend», erklärt Müller. Ein Moment, der in Erinnerung bleibe, sei die erfolgreiche Rettung von zwei Badegästen. «Vor allem überwiegen aber die Eindrücke der vielen, glücklichen Besucher», fasst Müller zusammen.
Würenlos, Schwimmbad Wiemel: 35 000 Eintritte «Wir haben unser Einnahmenbudget für 2016 mit den verzeichneten 35 000 Eintritten fast erreicht, obwohl wir mit mehr Gästen gerechnet haben», fasst Toni Möckel von der Schwimmbadkommission zusammen. Der Gemeinderat gibt sich überraschend zufrieden mit diesen Zahlen, die unter dem Vorjahreswert liegen: Der vergangene Sommer liege im langjährigen Schnitt und stelle keine Katastrophe dar. «Wir konnten trotz des schlechten Saisonstarts ein Desaster abwenden. Nach den Sommerferien vermerkten wir einen richtigen Schub an Gästen, die noch nicht genug vom Baden hatten.» Deshalb verlängerte das Schwimmbad «Wiemel» im September die Saison um eine Woche. Positive Rückmeldungen erhielt das Baditeam für den neuen Folienbelag im Schwimmerbecken. «Bis im nächsten Sommer sanieren wir auch das Familienbecken», sagt Toni Möckel.
Endingen: 12 000 Eintritte Endingen ist die einzige Badi weit und breit, die dieses Jahr noch mehr Eintritte zählte als im Rekordsommer 2015. «Wir steigerten unsere Eintrittszahlen in den letzten Jahren stetig. Mit den 12 000 registrierten Eintritten dieses Jahr decken wir das definierte Budget gut ab», sagt Kurt Müller, Badmeister vom Schwimmbad Endingen. Die guten Zahlen würden wohl am Bade-Nachholbedarf der Besucher nach dem schlechten Mai und Juni liegen, mutmasst Müller. Für die nächste Saison überlegen sich die Betreiber die Installation von zwei Warmwasserduschen – definitiv entschieden ist jedoch noch nichts.
Döttingen: 31 000 Eintritte Trotz durchzogenem Mai und Juni ist man im Schwimmbad Döttingen zufrieden mit den 31 000 Eintritten diesen Sommer. Badmeister Peter Sibold: «August und September konnten den schlechten Start wettmachen.» Das gesetzte Ziel von 35 000 Besuchern wurde zwar nicht erreicht, doch 2016 liegt im Schnitt der letzten Jahre. «Da das Becken auf 25 Grad beheizt wird, erhielten wir viele gute Rückmeldungen», so Sibold. «Ein Highlight dieses Jahr war der Raiffeisen Badi-Day und das Nachtschwimmen an fünf Mittwochabenden.» Keiner der geplanten Anlässe ist ins Wasser gefallen, die Döttinger haben das nötige Wetterglück für sich beansprucht. Nächstes Jahr ersetzt die Schwimmbadleitung einige Wasserspielgeräte und Laufmatten. Im Beckenbereich selber werden keine Änderungen vorgenommen.
Bad Zurzach, Regibad: 65 000 Eintritte Im Zurzacher Regibad ist die Betriebsleiterin Monika Dietsche mit der Saison «nicht unzufrieden». Noch bis zum 30. September ist das beheizte Freibad geöffnet. Gemäss Dietsche werde das Regibad bis zum Saisonschluss die budgetierten 70 000 Eintritte definitiv nicht erreichen und somit unter Vorjahresniveau bleiben. «Rund 65 000 Gäste durften wir bisher empfangen. Wir haben aus der wetterbedingten Situation das Optimum rausgeholt.» Zum ersten Mal organisierte das Regibad ein Public Viewing während der Fussballeuropameisterschat im Juni. Das Angebot wurde nur dürftig genutzt, doch ganz begraben sei die Idee gemäss Dietsche nicht. 2017 erwartet die Badegäste ein neuer Plattenboden auf dem Sprungturm. «Wir sammeln auch Geld für den Bau einer neuen Doppelwasserrutsche, da die bisherige Rutsche altersbedingt nicht mehr in Betrieb genommen werden kann», so Dietsche.
Klingnau, Schwimmbad Grie: 27000 Eintritte Im Mai gab sich Urs Zimmermann, Bereichsleiter Schwimmbad in Klingnau, gegenüber dem Badener Tagblatt sehr besorgt: «2016 wird der schlimmste Sommer in der 67-jährigen Badigeschichte des Freiluftschwimmbads Grie.» Als ganz so schlimm entpuppte sich die vergangene Saison aber nicht – die Badi blieb im September eine Woche länger geöffnet und total verzeichnete Zimmermann 27 000 Eintritte. «Das sind zwar weniger als die rekordverdächtigen 35 000 Besucher im Vorjahr, aber trotzdem mehr als im langjährigen Durchschnitt.» Ende Juli durften die Gäste gar in der Badi im Zelt übernachten. Gemäss Zimmermann sei der vergangene Sommer sehr angenehm und ohne Probleme verlaufen: «Ich glaube sogar, dass ich dieses Jahr seit meinen 19 Dienstjahren das erste Mal keinen Störenfried aus der Badi werfen musste.»
Niederweningen, Schwimmbad Sandhöli: 30 000 Eintritte Gabriel Schneider, Betriebsleiter des Schwimmbads Sandhöli in Niederweningen, erinnert sich gern an die letzte Augustwoche. «Wir konnten bei diesem herrlichen Wetter 7000 Besucher in nur sieben Tagen registrieren», sagt der Betriebsleiter der Badi Niederweningen. Im Vergleich zu den 30 000 Eintritten während der ganzen Saison ist das fast ein Viertel aller Gäste. 2016 sei trotz des unfreundlichen Wetters zu Beginn der Saison durchschnittlich bis gut gelaufen, so Schneider. «Ab Juli, gleichzeitig wie der Sonnenschein, kamen mehr Sonnenhungrige.» Jeweils morgens und abends öffnete das Schwimmbad für zwei Stunden auch bei schlechtem Wetter. Diese Badefenster wurden von den Niederweniger Stammgästen rege genutzt. Grosse Veränderungen an der Badeanlage sind für das nächste Jahr keine geplant.

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