Baden

Spektakulär trotz weniger Dreck als üblich – Radquer-Schweizer-Meisterschaften werden zum Volksfest

Bei perfekten Konditionen und viel Zuschauerauflauf gingen gestern auf der Baldegg die Schweizer Meisterschaften im Radquer über die Bühne.

Bei perfekten Konditionen und viel Zuschauerauflauf gingen gestern auf der Baldegg die Schweizer Meisterschaften im Radquer über die Bühne.

Bei kühlen Temperaturen, aber dafür viel Sonnenschein wurden die Schweizer Meisterschaften im Radquer zum Volksfest.

Auf dem Eingangsareal stach er wohl vielen Besuchern der Schweizer Meisterschaften im Radquer auf dem Badener Hausberg Baldegg sofort ins Auge: ein Kleintransporter mit der Aufschrift «Wäscheexpress». Nun, der Wäscheexpress hatte am Sonntag für ein Radquer-Rennen relativ wenig zu tun. Der Grund: Das Wetter präsentierte sich zwar kühl, aber dafür trocken.

«Die älteren Fahren würden jetzt wahrscheinlich sagen, das ist nicht richtiges Radquer-Wetter», so OK-Präsident Christian Rocha. Er selber hätte sich kein besseres Wetter wünschen können. «Es kommen viel mehr Zuschauer und die Rennen sind in der Regel spannender, weil viel schneller.» In der Tat: Mit geschätzt 3000 Zuschauern lockten die Schweizer Meisterschaften sehr viel Publikum auf die Baldegg. «Ich würde sogar von einem neuen Rekord sprechen. Dies vor allem, weil bei den normalen Radquer-Rennen im Herbst rund 700 Teilnehmer an den Start gehen, es an den Schweizer Meisterschaften nur gerade deren 200 waren», führt Rocha aus.

Voll in Fahrt: Schweizermeisterschaft Radquer in Baden

Es ist das Highlight des Schweizer Radsports: OK-Präsident Christian Rocha gibt an der Schweizermeisterschaft in Baden alles. Er greift sogar selbst zum Mikrofon.

  

40 ehrenamtliche Helfer waren total im Einsatz

Weil über die Baldegg vor allem am Vormittag eine empfindliche Bise wehte, zogen sich Zuschauer und Fahrer eine Extraschicht wärmendes Textil über, um der Kälte zu trotzen. Während am Nachmittag die Sonnenstrahlen durchdrückten, lagen die Temperaturen am frühen Morgen um den Gefrierpunkt. Ums Salzstreuen kamen Reto Meier und sein Team gleichwohl herum.

«Wir hatten aber alles bereit.» Der 33-Jährige aus Lengnau zählt zu den wichtigsten Personen der Veranstaltung. Als Rennchef war er für einen reibungslosen Ablauf sowohl auf wie neben der Strecke verantwortlich. Über 40 Helfer standen ihm zur Seite. Ihr Auftrag: als Streckenposten die Zuschauerkorridore zu regeln. «Eine Aufgabe, die grosse Konzentration erfordert. Damit die Athleten immer freie Fahrt haben», sagt Meier.

Über zwölf Stunden dauerte sein Arbeitstag. In seinen Zuständigkeitsbereich gehört auch die Absprache mit den Samaritern und dem Rennarzt. Seit vier Jahren ist Meier für das Wohl der Fahrer verantwortlich. «Blessuren gibt es immer wieder, von schlimmeren Verletzungen blieben wir aber verschont.»

Gegen 20 Uhr war seine Schicht beendet. Lange Zeit sich auszuruhen hat Meier indes nicht. Bereits im September steht das Süpercross, mit dem zehnten Mal die Jubiläumsausgabe, auf dem Programm. Wieder auf der Baldegg, dannzumal, so Meier, mit hoffentlich etwas leichterer Kleidung. Übrigens: Ganz ohne Putzen ging es dann doch nicht. Bei vielen Rennfahrern kamen am Schluss mobile Hochdruckreiniger zum Einsatz – ein bisschen dreckig war es also doch.

Die Ranglisten finden Sie hier.

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