Geri Müller ist vom 23. Arosa Humor-Festival zum «Schneemann des Jahres» ausgezeichnet worden und sein Schneemann-Konterfrei enthüllt worden. Nach einer langen und hitzigen Sitzung habe sich die Jury «für den offenherzigen Politiker» entschieden, wie Arosa Tourismus mitteilt.

In der Mitteilung wird detaillierter dargelegt, wieso Politiker Geri Müller diese Ehre zukommt. «Durch seine spektakulären Nackt-Selfies, die er ja teilweise in seiner Badener Amtsstube machte, sorgte er weit über die Landesgrenzen hinaus für Schlagzeilen und Heiterkeit», wird Arosa Tourismusdirektor Pascal Jenny, der im Aargau aufgewachsen ist, zitiert. Jenny weiter: «Und Humor ist ja genau das, was unser Leben und das Arosa Humor-Festival so spannend macht.»

«Stramme Aktion»

Festivaldirektor Frank Baumann doppelt nach: Obwohl Nackt-Selfies ja etwas vom Natürlichsten der Welt seien, habe man sich auf «den Pimmel der Nation» geeinigt, «weil seine stramme Aktion auch beweise, dass nicht alle Politiker schlappe Säcke seien».

Die Macher des Arosa Humor-Festival haben den «Schneemann des Jahres» letztes Jahr ins Leben gerufen. Immer wieder gebe es bekannte Persönlichkeiten, die mit Handlungen, Aussagen oder Eigenschaften – gewollt oder ungewollt – für herzhafte Lacher sorgen. Weil das Humor-Festival diese Alltagskomik belohnen will, erhält der Sieger ein Ebenbild aus Schnee und Eis. Letztes Jahr kam diese zweifelhafte Ehre dem damaligen deutschen SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück zu, der während des verlorenen Bundestagswahlkampfs mit einem Stinkefinger-Bild für Aufsehen gesorgt hatte. 

Harte Konkurrenz

Geri Müller hat offenbar harte Konkurrenz gehabt beim Rennen um den «Schneemann des Jahres». Er setzte sich gemäss Mitteilung in einem Kopf-an-Kopf-Rennen gegen Bundesrat Ueli Maurer, Nationalrat Christoph Mörgeli und Jetsetterin Vera Dillier durch. 

Bei der Enthüllung zugegen waren Taufpatin Monika Fasnacht, Ex-Mister Schweiz Renzo Blumenthal sowie Festival-Direktor Frank Baumann. Der enthüllte Schneemann zeigt Geri Müller mit schwarzer Brille und einer markanten Nase. 

In der Mitteilung wird ausserdem das Bedauern ausgedrückt, dass Geri Müller nicht persönlich bei der Enthüllung seines Konterfeis habe anwesend sein können. Der Grund: «Die Einladung wurde von Arosa unglücklicherweise per Post und nicht per SMS geschickt», heisst es in Anlehung an die Nackt-Selfies, die der Badener Stadtammann per Whats-App-Mitteilungen an eine Frau aus dem Kanton Bern verschickt hatte.

Irina Beller chancenlos

Ebenfalls durch Abwesenheit hätten auch «die für ihre ungehobelten Medien-Auftritte aufgefallenen Politiker Christoph Mörgeli und Ueli Maurer» geglänzt. Nicht nominiert war dagegen etwa Multi-Millionärs-Gattin Irina Beller. In der Mitteilung wird auf ihre «krampfhaften Bemühungen, mit dem Arosa Schneemann des Jahres ausgezeichnet zu werden», hingewiesen, die nicht gefruchtet haben. 

Das Arosa Humor-Festival begann am Donnerstag und dauert bis zum 14. Dezember. In der gestrigen Startvorstellung von Sutter&Pfändler seien gemäss Mitteilung die vielen Zuschauerinnen gerne die Faustregel «Wie die Nase eines Mannes, so ist sein Johannes» überprüft. (pz)

Schneemann des Jahres