Fall Mendrisio

Spielabbruch in Mendrisio: FC Baden muss 4000 Franken Busse bezahlen

Baden-Fans zündeln Fackeln und Knallkörper an der Seitenlinie (Archiv)

Baden-Fans zündeln Fackeln und Knallkörper an der Seitenlinie (Archiv)

Am Sonntag, 6. September, musste die 1.-Liga-Partie zwischen dem FC Mendrisio und dem FC Baden wegen Ausschreitungen in der 58. Minute abgebrochen werden. Nun ist das Urteil des Fussballverbands bekannt: 0 Punkte und eine hohe Busse für beide Vereine

Am Sonntag, 6. September, musste die 1.-Liga-Partie zwischen dem FC Mendrisio und dem FC Baden nach 58 Minuten beim Stand von 1:0 für die Tessiner  wegen Ausschreitungen abgebrochen werden.

Nun hat der Schweizerische Fussballverband ein Urteil zum Fall gefällt: Die Partie wird mit 0:0 und null Punkten für beide Teams gewertet. Ausserdem werden die beiden Vereine gebüsst – der FC Mendrisio mit 3000 Franken und der FC Baden mit 4000 Franken.

In der ersten Halbzeit hatten sich die beiden Fanlager provoziert und beschimpft. Gästefans aus Baden versuchten, in den abgetrennten Sektor der Mendrisio-Fans zu gelangen.

In der zweiten Halbzeit zündeten Baden-Fans Fackeln und Knallkörper an der Seitenlinie, unmittelbar vor dem Linienrichter – der Schiedsrichter brach die Partie ab.

So reagierten die Spieler des FC Baden auf den Spielabbruch, den Fans am Wochenende zuvor in Mendrisio provoziert hatten. ZVG

So reagierten die Spieler des FC Baden auf den Spielabbruch, den Fans am Wochenende zuvor in Mendrisio provoziert hatten. ZVG

Das nächste Mal gibt es Stadionsperren und Punkteabzüge

Das Komitee der Ersten Liga kam in seiner Beurteilung zum Schluss, dass beide Klubs für den Spielabbruch reglementarisch verantwortlich zu machen sind. Dieser erfolgte in der 58. Minute, weil gemäss Einschätzung des Schiedsrichters die Sicherheit der am Spiel Beteiligten nicht mehr gewährleistet war.

Das Spiel hatte bereits in der 32. Minute nach Provokationen von Mendrisio-Fans und wegen handfester Fanausschreitungen unterbrochen werden müssen.

Zudem waren in beiden Fan-Sektoren mehrere Pyros und Knallpetarden gezündet worden. Dabei wurde auch das Gehör eines Schiedsrichter-Assistenten stark beeinträchtigt.

«Das Komitee der Ersten Liga verurteilt diese Vorfälle aufs Schärfste. Sie schaden nicht nur den beiden Clubs, sondern auch dem Image der Ersten Liga und des Fussballs insgesamt», schreibt der Fussballverband in einer Medienmitteilung.

Die beiden Vereine sind schriftlich über das Strafmass informiert worden und auch darüber, dass im Wiederholungsfall mit weitergehenden Sanktionen wie Stadionsperren oder Punkteabzügen zu rechnen sei.

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