«Unsere Spitex ist organisatorisch sehr gut aufgestellt. Alle Leistungen können problemlos erbracht werden und unsere Klienten sind sehr zufrieden», sagt Gemeinderat und Spitex-Präsident Nico Kunz.

Dabei bezieht er sich auf eine Umfrage des kantonalen Spitexverbandes, die eine Kundenzufriedenheit von über 90 Prozent ergab. Und deshalb sieht Kunz momentan keinen Grund, die Selbstständigkeit aufzugeben.

Im Vordergrund steht für den Gemeinderat Würenlos eine Kooperation zwischen dem geplanten Alterszentrum und der Spitex. «Der Verein Alterszentrum Würenlos, der Gemeinderat und der Vorstand der Spitex haben in ihrer Strategie eine Integration der Spitex in ein künftiges Alterszentrum beschlossen», sagt Kunz.

Wann dies der Fall sein könnte, ist aber offen: Die Würenloser planen seit rund 50 Jahren ein Altersheim. Der einzige Fixpunkt am Projekt ist, dass es auf der Zentrumswiese gebaut werden soll.

Kosteneinsparung ist nicht belegt

Die Spitex Würenlos ist mit über 600 Mitgliedern der grösste Verein im Dorf. «Das zeigt, wie gross die Identifikation der Bevölkerung mit der eigenen Spitex ist.»

Kunz sperrt sich nicht gegen eine vertiefte regionale Zusammenarbeit: «Wenn wir feststellen, dass die gemeinsame Spitex der vier Gemeinden etwas Gutes ist und günstiger werden sollte, können wir noch immer eine Integration unserer Spitex prüfen».

Gerade die Kosten sind für den Präsidenten ein entscheidender Faktor: «Bis heute konnte nicht belegt werden, dass mit einer grösseren Spitex für Würenlos eine Kosteneinsparung entsteht.» Aber gerade dies ist für ihn die entscheidende Frage: «Eine Fusion muss Kosteneinsparungen bringen.»

Es ist geplant, dass die verschiedenen Spitex-Organisationen von Wettingen und Neuenhof sowie Killwangen-Spreitenbach zu einer gemeinsamen Spitex zusammenzufügen. Den kommenden Gemeindeversammlungen in Killwangen, Neuenhof und Spreitenbach sowie dem Einwohnerrat Wettingen werden entsprechende Vorlagen unterbreitet.

Unter Politikern wird diese geplante Organisation auch Spitex Kreis 2 genannt, weil die Gemeinden zum Kreis 2 des Planungsverbandes Baden Regio zählen. Bei diesem Projekt stehen die Gemeinde Würenlos und ihre Spitex abseits. Die Gemeinde Bergdietikon hat sich 2013 der geografisch günstiger liegenden Spitex Mutschellen angeschlossen.