Spreitenbach-Killwangen
Spitex Spreitenbach: Immer mehr Leute müssen gepflegt werden

Wegen der gestiegenen Nachfrage verfügt die Spitex von Spreitenbach und Killwangen über neue Kooperationsmodelle. Zudem wurde mit Monika Zeindler eine neue Präsidentin gewählt.

Dieter Minder
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Immer mehr Leute müssen gepflegt werden. (Symbolbild)

Immer mehr Leute müssen gepflegt werden. (Symbolbild)

Chris Iseli/ AZ

Um den laufend steigenden Bedarf an Pflegedienstleistungen bewältigen zu können, führen die Spitex-Organisationen Gespräche über neue Kooperationsmodelle.

Zudem wurde die bisherige Vizepräsidentin Monika Zeindler zur Präsidentin der Spitex Spreitenbach-Killwangen und damit Nachfolgerin von Cornelia Biasca aus Killwangen gewählt.

In den letzten 10 Jahren hat der Pflegebedarf massiv zugenommen (siehe Grafik). Verglichen mit 2004 hat sich die Stundenzahl beinahe verdreifacht. Allein im vergangenen Jahr mussten die Pflegerinnen 864 Stunden mehr leisten.

Die Steigerung dürfte so weiter gehen, prognostizieren Kanton und Bund. Bis 2020 dürfte die Klientenzahl um 19 Prozent bis 2030 sogar um 44 Prozent zunehmen.

Um darauf vorbereitet zu sein, prüfen die Spitex-Organisationen der Gemeinden Killwangen, Neuenhof, Spreitenbach und Wettingen eine engere Kooperation.

Bereits jetzt arbeiten die Spitex Spreitenbach-Killwangen und Würenlos im Abenddienst zusammen und vor einem Jahr hat die Spitex Wettingen auch die Betreuung in Neuenhof übernommen.

Die Hälfte sind Subventionen

Im vergangenen Geschäftsjahr haben die 26 Mitarbeiterinnen bei 195 Klienten 11 282 Stunden gearbeitet. Davon entfielen 8155 Stunden auf den Pflegebereich (siehe Grafik) und 3127 auf die Hauswirtschaft.

Die Rechnung 2012 der Spitex Spreitenbach-Killwangen weist einen Umsatz von 1,2 Millionen Franken auf.

Davon entfallen rund 1 Million Franken auf den Personalaufwand. Auf der Ertragsseite stehen 610 000 Franken, welche die Klienten beziehungsweise deren Krankenkassen für die Betreuung bezahlten. Fast ein eben so hoher Betrag, 548 000 Franken, wurde durch Subventionen und Beiträge finanziert.

Dabei sind die Gemeinden Killwangen und Spreitenbach die Hauptzahler.

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