Ersatzwahlen
Zwei weitere Kandidaten für den freien Sitz im Spreitenbacher Gemeinderat

Neben CVP-Kandidat Flavio Zani bewerben sich auch Adrian Mayr und Mario Hofer um das politische Amt. Damit hat die Bevölkerung am 28. März nicht nur beim Gemeindepräsidium eine Auswahl, sondern auch beim Gemeinderat.

Claudia Laube
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Wenn es Ende März zur Ersatzwahl kommt, haben die Spreitenbacherinnen und Spreitenbacher nicht nur beim Gemeindepräsidium die Qual der Wahl, sondern ebenso beim neu zu besetzenden Gemeinderatssitz: Neben Flavio Zani (CVP) haben auch Adrian Mayr und Mario Hofer, beide ohne Partei im Rücken, ihre Bewerbungen eingereicht.

Adrian Mayr positioniert sich politisch in der Mitte.

Adrian Mayr positioniert sich politisch in der Mitte.

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«Ich sehe mit keiner Partei eine ausreichend grosse Schnittmenge für eine Mitgliedschaft», sagt der 49-jährige Adrian Mayr. «Auf Gemeinde-Ebene steht für mich klar Sach- vor Parteipolitik.» Er positioniert sich in der Mitte, bei Gesellschafts- und Umweltfragen vertrete er aber etwas progressivere Meinungen.

Mayr lebt seit 2003 in Spreitenbach, ist verheiratet und Vater von vier Kindern, zwei sind bereits erwachsen, zwei gehen noch zur Schule. Er war drei Jahre lang in der Schulpflege aktiv, aktuell engagiert er sich in der Energiekommission. Der Elektro- und Wirtschaftsingenieur hat als «Leiter Produkt-Management und Marketing» eine Führungsposition in einem international tätigen Aargauer Maschinen- und Anlagenbau-Unternehmen inne. «Meine langjährigen Erfahrungen aus der beruflichen Führungstätigkeit und aus zahlreichen firmeninternen Organisationsprojekten bilden ein solides Fundament bei der Bewältigung der Herausforderungen als Gemeinderat», ist sich Mayr sicher.

Für die Kandidatur motiviert habe ihn sein Interesse am Gemeindegeschehen und dass er den Kurs der Gemeinde mitgestalten könnte.

Mario Hofer führt in Spreitenbach mit seiner Frau ein kleines KMU.

Mario Hofer führt in Spreitenbach mit seiner Frau ein kleines KMU.

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Mario Hofer möchte sich für Unternehmen einsetzen

Sein Konkurrent Mario Hofer lebt seit 28 Jahren in Spreitenbach: «Die Liebe hat mich hierhergeführt», sagt der 58-Jährige. Genauso lange leitet der ausgebildete Radio- und Fernsehelektriker gemeinsam mit seiner Frau hier auch ein kleines KMU, mit dem sich das Ehepaar auf Reparaturen, unter anderem für Drucker, spezialisiert hat – und seit Corona auch auf den Verkauf von Büromaterial konzentriert.

Nicht verwunderlich, möchte er sich als Gemeinderat für die Unternehmen im Dorf einsetzen. «Aber auch in soziale Themen würde ich mich gerne einbringen», sagt der Vater eines erwachsenen Sohnes. Als dieser noch kleiner war, hat sich Hofer als Trainer bei Schulturnieren in Spreitenbach engagiert, ausserdem war er aktives Mitglied im Männerchor.

Vor kurzem war er im Gespräch mit der lokalen SVP, fühlt sich aber aktuell nicht in eine Partei berufen. «Tendenziell wähle ich eher grünliberal», sagt Hofer. Er kandidiert auch für den freien Gemeinderatssitz, weil sich bis vor kurzem niemand für das Amt gemeldet hatte.

Nun muss er aber gegen zwei Konkurrenten antreten. Die CVP hat diese Woche mit Flavio Zani ihren Kandidaten präsentiert. Es können sich aber noch weitere Kandidatinnen und Kandidaten bis am Freitag, 12 Uhr, anmelden.

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