Spreitenbach
Markus Mötteli schafft es im dritten Anlauf: Er ist der neue Gemeindepräsident

Spreitenbachs bisheriger Vizepräsident Markus Mötteli (CVP) bekleidet neu das höchste Amt der Gemeinde. Doris Schmid-Hofer (FDP), die erste Frauenkandidatur, blieb ohne Chance. Noch keine Entscheidung ist bei der Wahl eines neuen Mitglieds des Gemeinderats gefallen.

Andreas Fretz
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Coronakonforme Feier im Garten: Markus Mötteli stösst mit seiner Frau auf den Wahlsieg an.

Coronakonforme Feier im Garten: Markus Mötteli stösst mit seiner Frau auf den Wahlsieg an.

Bild: Zvg

Spreitenbach hat einen neuen Gemeindepräsidenten gewählt. Nach dem schnellen Abgang von Marcel Lang im Juni 2020 stellten sich zwei langjährige Gemeinderäte fürs höchste Amt zur Wahl. Während sich Vizepräsident Markus Mötteli (CVP) zum dritten Mal zur Wahl stellte, kandidierte mit Doris Schmid-Hofer (FDP) erstmals eine Frau für das höchste Amt in der Gemeinde.

659 Stimmen für Mötteli, 520 für Schmid-Hofer

«Aller guten Dinge sind bekanntlich drei.» Das hatte Markus Mötteli bereits bei der Bekanntgabe seiner Kandidatur festgehalten. Der 62-Jährige erhielt nun 659 Stimmen, auf Doris Schmid-Hofer entfielen 520. Die Stimmbeteiligung lag bei 27,2 Prozent.

«Die Freude über das Resultat und das entgegengebrachte Vertrauen sind gross», sagte Mötteli. Vom «relativ deutlichen» Wahlausgang zeigt sich Mötteli überrascht.

«Ich habe der Kandidatur von Doris Schmid-Hofer gute Chancen eingeräumt. Es hätte auch ein knapperes oder gar ein anderes Resultat geben können.»

Gefeiert wurde nach der Wahl coronakonform im familiären Rahmen im Garten der Schwester. «Natürlich hätte ich gerne mit mehr Leuten angestossen», sagte Mötteli, «aber das geht ja leider nicht.»

Als Vizepräsident hatte Mötteli bereits einen Grossteil der Aufgaben von Marcel Lang übernommen. Diese Arbeit will er nun fortsetzen. Er kündigt an, mehr Sitzfleisch zu haben als sein Vorgänger, der nach nur 22 Tagen aus dem Amt ausschied: Mötteli wird bei den Gesamterneuerungswahlen im Herbst erneut als Gemeindepräsident antreten.

Als derzeit wichtigste Aufgabe bezeichnet er die Vollendung der Reorganisation der Verwaltung. Eine Verwaltungsleitung wird künftig die operative Führung übernehmen und soll den Präsidenten im Tagesgeschäft entlasten.

Schmid-Hofer hätte sich höhere Stimmbeteiligung gewünscht

Doris Schmid-Hofer.

Doris Schmid-Hofer.

Bild: Zvg

Die unterlegene Doris Schmid-Hofer sagte: «Spreitenbach hatte die Wahl, und Spreitenbach hat sich entschieden.» Ihre Enttäuschung halte sich im Rahmen, allerdings hätte sich die 60-Jährige eine höhere Stimmbeteiligung gewünscht. «Ich bin dankbar für die Stimmen, die ich erhalten habe. Es ist gut für die Gemeinde, dass es am Ende ein klares Resultat war.» Ob sie nun für das vakante Amt der Vizepräsidentin kandidieren wird, lässt sie noch offen.

Zweiter Wahlgang für ein Mitglied des Gemeinderats

Noch keine Entscheidung ist bei der Wahl eines neuen Mitglieds des Gemeinderats gefallen. Hier traten gleich vier Kandidaten an. Die meisten Stimmen erhielt der parteilose Adrian Mayr (526). Knapp dahinter mit 460 Stimmen folgte Flavio Zani von der CVP. Auf die parteilosen Mario Hofer (123) und Peter Grass (102) entfielen deutlich weniger Stimmen. Das absolute Mehr betrug 614 Stimmen. Der zweite Wahlgang findet am 13. Juni statt, teilt die Gemeinde mit.