Spreitenbach
Erneut baut ein ehemaliger Fussballpräsident ein Hotel in Spreitenbach

Am Donnerstag fand der Spatenstich für das fünfte Hotel im 12'000-Einwohner-Dorf statt. Bauherrin ist die Ducksch Anliker Architekten AG, die Ex-GC-Präsident Stephan Anliker gehört. Eröffnung soll 2023 sein.

Claudia Laube
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Architekt Stephan Anliker ist im März 2019 von seinem Amt als GC-Präsident zurückgetreten. Er bedankte sich in seiner Rede bei der Gemeinde für die zügig ausgestellte Baubewilligung für den Bau des Hotels.

Architekt Stephan Anliker ist im März 2019 von seinem Amt als GC-Präsident zurückgetreten. Er bedankte sich in seiner Rede bei der Gemeinde für die zügig ausgestellte Baubewilligung für den Bau des Hotels.

Britta Gut

Der Basler Ex-GC-Präsident und Architekt Stephan Anliker ist bereits der zweite ehemalige Fussballpräsident, der in Spreitenbach ein Hotel bauen lässt. Er war deshalb am Donnerstagmorgen ebenfalls persönlich anwesend, als gleich beim Einkaufszentrum Shoppi Tivoli der Spatenstich für den dritten Schweizer Standort der österreichischen Hotelkette Harry’s Home stattfand. Bauherrin ist Anlikers Firma Ducksch Anliker Architekten AG. Nur rund 600 Meter Luftlinie entfernt liegt das 2019 eröffnete Hotel Hilton Garden Inn. Hinter dem Hilton-Hotel steht die Immo Invest Partner AG, in welcher der Ex-Präsident des FC Basels, René C. Jäggi, im Verwaltungsrat sitzt.

Am Donnerstagmorgen fand der Spatenstich für das «Harry's Home» inklusive Tankstelle mit Shop statt. (V.l.): Projektleiter Stephan Meier, Harald Ultsch, Namensgeber und Gründer von «Harry's Home», Bauunternehmer Markus Birchmeier sowie Ex-GC-Präsident und Architekt Stephan Anliker.

Am Donnerstagmorgen fand der Spatenstich für das «Harry's Home» inklusive Tankstelle mit Shop statt. (V.l.): Projektleiter Stephan Meier, Harald Ultsch, Namensgeber und Gründer von «Harry's Home», Bauunternehmer Markus Birchmeier sowie Ex-GC-Präsident und Architekt Stephan Anliker.

Britta Gut

Anliker habe das Grundstück in Spreitenbach 2017 entdeckt, führte Stephan Meier von der Basler Firma P&F Immobilien vor diversen Vertretern aus, die beim Projekt mitwirken – darunter Harald Ultsch aus Innsbruck, Namensgeber und Gründer von «Harry's Home» sowie der Döttinger Bauunternehmer Markus Birchmeier.

Stephan Meier leitet das Projekt. Er arbeitet seit Jahren mit Anliker zusammen, der ihn damals anrief und sagte:

«In Spreitenbach ist ein Grundstück zu verkaufen, es ist klein, es ist teuer und es liegt in einer Arbeitszone.»

Kurz darauf war der Kaufvertrag unterschrieben und klar, dass hier dereinst ein Hotel stehen soll. Eine Studie zum Hotelmarkt im Bereich Baden und Spreitenbach ergab, dass es noch Platz für ein Zwei- bis Dreisternehotel hat. Nach dem Probeschlafen in einem österreichischen «Harry’s Home» stand der Wunschkandidat fest. Die Hotelkette hat sich in einem Mietvertrag für 20 Jahre verpflichtet. Genauso auch die Migrol, die im Erdgeschoss eine Tankstelle mit Shop betreiben wird.

Im 7-geschossigen Neubau werden 95 Hotelzimmer zwischen 23 und 32 Quadratmetern entstehen. Unten zieht eine Migrol-Tankstelle mit Shop ein.

Im 7-geschossigen Neubau werden 95 Hotelzimmer zwischen 23 und 32 Quadratmetern entstehen. Unten zieht eine Migrol-Tankstelle mit Shop ein.

Visualisierung / P&F Immobilien / BAD

Im 7-geschossigen Neubau werden 95 Hotelzimmer zwischen 23 und 32 Quadratmetern entstehen. Ein Fünftel davon mit Teeküchen ausgerüstet. Speziell: Die Bauherrin hatte gegen die 2019 von der Gemeinde gesprochene Baubewilligung Rekurs eingelegt, die Teeküchen waren nicht bewilligt worden. Deshalb verzögerte sich der Baustart um ein Jahr. Am Ende sprach der Kanton die Teeküchen zu.

Die Verspätung kam der Bauherrschaft gar nicht ungelegen: Ende 2020 war der bisher bestehende Baurechtsvertrag nach 35 Jahren ausgelaufen. Das bedeutete, dass nichts an die Kosten für den Abbruch der Autowaschanlage «Car Wash» bezahlt werden musste, die bis vor wenigen Monaten dort stand.

Im Mai waren die Arbeiten für den Aushub gestartet, diese Woche lag die Baufreigabe für das Gebäude vor. 18 Monate sollen die Bauarbeiten dauern. Von der Gemeinde war beim Spatenstich niemand anwesend. Trotzdem bedankte sich Anliker, der aufgrund der detaillierten Ausführungen seines Vorredners Stephan Meier nicht mehr viel sagen konnte, beim Gemeinderat:

«An den meisten Orten dauern Bewilligungsverfahren oft viel länger, in Spreitenbach ging es zügig voran.»
Ohne Teeküchen ging es nicht: Die Bauherrschaft hatte gegen die von der Gemeinde ausgestellte Baubewilligung Rekurs eingelegt - der Bau verzögerte sich deshalb um ein Jahr.

Ohne Teeküchen ging es nicht: Die Bauherrschaft hatte gegen die von der Gemeinde ausgestellte Baubewilligung Rekurs eingelegt - der Bau verzögerte sich deshalb um ein Jahr.

Visualisierung / P&F Immobilien

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